S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): Müdigkeit
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

Montag, 24. März 2014

Müdigkeit

Dienstag, 18. März 2014, 18:31 Uhr
Müdigkeit ist der Tod der Vernunft, der langsame Niedergang jeglicher positiver Energie. Bei mir zumindest.
Wenn ich müde werde, drängt sicher mir sämtlicher Schrott vermehrt ins Bewusstsein, so als würde man dem Emotionsloch immer näher kommen und schon anfangen, die Stimmen aus dem Abgrund zu hören.
Heute ist's wieder etwas schlimmer als sonst. Den ganzen Tag schon hat in der Arbeit immer irgendwas nicht funktioniert. Die Drehbank verarschte mich mit Macken, die vorher noch niemandem aufgefallen waren, bis zu einem Punkt an dem ich sogar selbst schon dachte, dass ich's mir nur einbilde (was dann aber doch nicht der Fall war). Sogar der Apparat, mit dem wir die Rohre mit Stahlbändern zusammenbündeln, versagte mir den Dienst.
Ich war von gestern geistig und körperlich noch etwas fertig (Zu wenig geschlafen. Selber schuld, ich weiß.). Auf dem nach Hause-Weg, dem ersten wirklich ruhigen Moment des Tages, schlug dann die Müdigkeit zu. Musste wieder vemehrt an Claudi denken, und dass ich noch immer keine Reaktion auf den DiAMETER bekommen habe. Ich komme mir dann oft so verdammt bescheuert vor. Ich meine, was verdammt habe ich denn erwartet?! Sieh dir das Ding doch an! Wie am Ende muss man bitte sein, um sowas zu machen?!
Ganz genau.
Ich kann es selbst manchmal nicht nachvollziehen und fühle mich dann einfach nur ratlos, hilflos, weil ich nicht weiß, was ich sonst tun soll. Ich kann eben nicht anders.
Ich habe keinen Plan. Ich weiß nicht, was ich mache, außer zu versuchen den Erwartungen (welche auch immer das sein mögen) gerecht zu werden. Ich mache wortwörtlich bloß irgendwie weiter um irgendwie weiter zu machen, existieren um zu existieren, Tag um Tag, bis ...
... whatever.
Sich selbst nicht zu vertrauen ist das verstörendste Gefühl von allen.
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Mittwoch 19. März 2014, 17:49 Uhr
 Nein, gestern war nicht alles kacke. Immerhin konnte ich an einem Tag 3 Schlossergesellen einen "neuen"
 Hebel an der Drehbank zeigen. Ich mach' das seit nichtmal 2 Wochen, die schon seit Jahrzehnten. Den "WTF?! O.O"-Blick als ich ihnen zeigte, was der eine kleine Hebel an ihrer eigenen Maschine alles kann, halte ich deshalb für erwähnenswert. ^^
Heute funktionierte das Teil den ganzen Tag wieder problemlos, sodass ich ungestört arbeiten konnte und dementsprechend auch einiges weitergebracht habe.
Außerdem heitert mich der Fav von Danny Trejo auf meinen Tweet etwas auf. :D (Ja, ich geb' was auf solch unbedeutenden Kram. :p )
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Montag, 24. März 2014, 16:59 Uhr
Un-fucking-believable. Keine Nacht ohne Tränen. Sobald ich mich hinlege und die Augen schließe um einzuschlafen, geht schon das Kopfkino los, und nur sehr selten gefällt mir der Film.
Ungewissheit nagt an mir.
Wofür das alles? Wird es sich "auszahlen"? Ergibt das Ganze außer für mich selbst sonst noch für irgendjemanden irgendeinen Sinn? In wie weit bin ich noch "vertretbar"? Wie gestört bin ich wirklich?
Es wird wieder schwerer, bloß zu funktionieren; die Dinge zu tun, die man eben zu tun hat/tun muss. Ich will einfach nur, dass es funktioniert und nicht wieder umsonst ist. Gleichzeitig habe ich eine scheiß Angst davor, worauf das alles hinauslaufen könnte. Nur ich weiß es eben nicht. Ich kann das Ergebnis nicht schon vorher kennen. Zuviele Variablen. Die Einzige Konstante, die sich aus der Auswertung der Vergangenheit ergibt,  scheint zu sein, dass ich es nicht allzu viele Gründe gibt, sich auf die Zukunft zu freuen. Und bis ich das Gegenteil erfahre, bleibt dieses verdammte Ungewissheit.
Was bleibt mir also anderes übrig, als abzuwarten und das Beste zu hoffen?

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