S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): Fucking frohe fucking Ostern ... am fucking Arsch. Fuck.
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

Sonntag, 20. April 2014

Fucking frohe fucking Ostern ... am fucking Arsch. Fuck.

Wisst ihr seit wann ich Ostern nichtmehr mag?
Seit einem mörderischen Streit meiner Eltern als ich ungefähr 15 war. Es war der schlimmste seit ... ewig.
Ich weiß noch, dass ich in meinem Zimmer war und gerade "Aliens" im Fersehen lief (Auf RTL 2. Ja, ich weiß das noch, 'cause ... I remember ... things.). Es war Samstag, so gegen 23:00 Uhr nachts. Mitten unter dem immer lauter und immer heftiger werdenden Gestreite geht plötzlich die Tür auf und meine Mutter schmeißt mir heulend und gestresst den Zimmerschlüssel auf's Bett, mit den Worten: "Sperr zua. Da Voda draht durch." ("Schließ ab. Papa dreht durch.")

Ich schloss die Zimmertür ab und schaute den Rest des Films notgedrungen ohne Ton, mit den Ohren unter den Kopfkissen begraben und Tränen in den Augen. Ich versuchte, mich so gut es ging nur auf das Bild zu konzentrieren und möglichst laut zu atmen um von dem anderen Scheiß nichts mitzubekommen. Ich hatte keine Angst vor meinem Vater. Er hat uns Kindern nie etwas getan. Unsere "Watschn" (Ohrfeigen) kassierten wir immer nur von Mom. Dad musste bloß ab und zu mal "an kurz'n Plärra loss'n" (kurz laut werden) um sich respekt bei uns zu verschaffen. Mom haben wir alle (meine beiden Brüder und ich) schon nach relativ kurzer Zeit schon nichtmehr wirklich ernst genommen.
Jedenfalls machte mir einfach die Situation an sich zu schaffen. Ich wusste nie, was als nächstes passieren würde und ob überhaupt etwas passiert. Sie stritten immerhin ständig im Kreis. Es ging immer um das Selbe, über Jahre hinweg. Manchmal schien sich alles nach einer Stunde schon wieder zu beruhigen; manchmal dauerte es 2-3 Stunden oder länger. Hin und wieder passierte nichts, außer laute Stimmen; manchmal hatte Mom am nächsten Tag  ein blaues Auge.
Nicht, dass ihr jetzt meinen Dad in einem falschen Licht seht. Er wollte nie gewalttätig werden. Auch wir, seine Söhne, bleiben verdammt lange verdammt ruhig. Doch wenn man uns in eine Ecke drängt und keinen Ausweg mehr lässt, dann wird's kritisch. Mein Dad wollte einfach nur weg. Mom verpserrte ihm aber immer wieder gerne den Weg und ließ ihn nicht zur Tür raus. Sie hat durchaus ein Talent dafür, Leute zu provozieren, die das auch zulassen.
Irgendwann war es in dieser Nacht dann ruhig.
Zu ruhig.
Ein Teil von hoffte mit der Zeit schon immer mehr darauf, dass jetzt endlich mal etwas wirklich ernsthaftes passiert ist und mich außerhalb der Zimmertür ein blutiges Horrorszenario mit minestens einer Leiche erwartet, damit das endlich ein definitves Ende gehabt hätte.
Unerhörtes Wunschdenken, leider.
Stattdessen fand ich am Ostersonntag, als ich mich gegen Mittag mal endlich aus meinem Zimmer traute, ein blitzblank geputztes Elternhaus vor, so wie man es sonst das ganze Jahr über nicht sieht. Die Eltern schienen sich zwar ein wenig aus dem Weg zu gehen, doch verhielten sie sich anderweitig so, als sei die Nacht davor nichts passiert. Mit uns Kindern wurde auch nie über solche Vorkommnisse geredet, gelegentliches gegeneinander-Aufstacheln ausgenommen.

Seitdem steht Ostern jedenfalls für eine der schrecklichsten Nächte, die ich jemals durchstehen musste. Es steht für diverse Alkoholeskapaden meiner Eltern. Es steht für Ungewissheit, Angst, Unbehagen im Allgemeinen.

To all of you out there who are spending the holidays with just a somewhat functioning family: cherish the fucking hell out of it!

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