S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): fuck
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

Samstag, 23. August 2014

fuck

"Drop dead! Ehrlich, von mir aus stirb, aber stirb leise! Is' nicht notwendig, dass du mir damit auch noch auf den Sack gehst."

Ich wollte eigentlich schlafen.
In den letzten Tagen finde ich mir nichts besseres zu tun. Ich dreh' meine Runden auf Twitter und YouTube, kucke ein paar Folgen "Supernatural" und seh' zu, dass ich ein paar Stunden rumbiege, um wieder einschlafen zu können. "Old habits" die hard.
Die unsägliche Scheißkreatur im Raum nebenan, der ich 50% meines genetischen Erbmaterials verdanke (das alleine ist schon Grund genug für mich, sie zu hassen), entschied sich aber, einen Hustenanfall zu bekommen und dem mit nicht enden wollendem Geräusper und Geröchel zu folgen. Mal eine Abwechslung zum ansonsten üblichen Gefurze, der Herumrülpserei, der Schlagermusik, dem sinnlosen in-der-Gegend-Rumgemecker und Gefluche, und dem Gekläffe ihrer beiden grenzdebilen Hunde, doch um nichts besser. Eine Geräuschkulisse, bei der man verzweifelt und sich zu so vielem in der Lage fühlt, außer schlafen.
Ich sollte mir ein Hobby suchen, bei dem ich die ganze überschüssige Wut rauslassen kann. Professioneller Schnitzelklopfer kommt mir in den Sinn. Was ich hier abziehe ist reine Selbstbeherrschung. Andere Charaktere hätten sicher schon längst dem Rot vor ihren Augen nachgegeben und mit einer Axt, oder von mir aus mit der stumpfen Seite es eines Buttermessers für Ruhe gesorgt und die Wohnung mit Eingeweiden wie mit Weihnachtsgirlanden um die Fenster verziert. Nach einer derartigen Tat würde man vielleicht seine Ruhe in der Einzelhaft einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt finden. 4 Wände, 1 Dach, 1 Bett, 3 Mahlzeiten inkl. gratis Drogen und keinerlei Verantwortung oder Verpflichtungen - was will man mehr?
Die Frau ist vieles für mich. Doch keines der Adjektive, die mir zu der Person einfallen, würde man im Normalfall mit einer Mutter in Verbindung bringen.
Wenn ich über meine Auffassung einer Mutter nachdenke, kommen mir die Tränen, weil ich sowas meiner Ansicht nach nie wirklich hatte. Sogar die leichten Ansätze einer mütterlichen Bezugsperson, die die alte Frau vielleicht noch hatte als ich ganz klein war, werden durch alles was folgte zunichte gemacht.
Wenn man nichtmal der eigenen Mutter vertrauen kann, wem dann?
Unkraut vergeht nicht. Und die alte Frau hält sich, als hätte sie's schon lange hinter sich gehabt und der Teufel hätte persönlich dafür gesorgt dass sie in ungeweihtem Boden begraben wird, damit sie weiter ihr Unwesen auf dieser Seite der Realität treibt und er nichts mit ihr zu tun haben muss. Ich könnte es ihm nicht verübeln. Sie würde es sogar schaffen die Hölle unbewohnbar zu machen. Gegen die wirken die apokalyptischen Reiter mitsamt den biblischen Plagen wie ein betreuter all inclusive-Urlaub.

Mir geht's ganz und gar nicht gut.
Ich versuchte heute Nachmittag darüber nachzudenken, warum mich jemand vermissen würde.
Mir ist nichts eingefallen. Kein einziger Grund.
Es gibt sicherlich ein paar Dinge, die einem von mir in Erinnerung und auch weiterhin erhalten bleiben, zumindest bis diverse Webseiten abgeschaltet werden.
Aber vermissen?
Mir fiel absolut nichts ein. Ich konnte nicht einmal an jemanden denken, dem ich soviel bedeuten würde, alsdass er diesem Gefühl nahekommen könnte, irgendwas an mir zu vermissen (und dabei denke ich ganz und gar nicht an meine "Familie", weil ich SCHEISS auf meine "Familie" ... mich wundert, dass der Ausdruck überhaupt noch in meinem Wortschatz existiert).

Internetcrushs ziehen mich noch zusätzlich runter.
Durch die Zurückverfolgung diverser Profile ist es in bestimmten Fällen ziemlich leicht, sich in jemanden zu verknallen. (Da gibt es eben 2-3 ganz spezielle Kandidatinnen, die ich ganz besonders mag. Tja, man klammert sich nunmal an alles, selbst den kleinsten Hoffnungsschimmer, den man kriegen kann, und wenn es "nur" Onlinebekanntschaften sind.)
Aber wie sinnlos ist das bitte?! Besonders in meiner Situation.
Normalerweise ist es ein relativ kleines Problem, dass zwischen zwei Menschen ein paar hundert Kilometer liegen. Wenn ein Part (ich) allerdings nichts weiter dazu beitragen kann, als Menschen von sich abzustoßen, er keine Arbeit und dementsprechend kein Geld hat und kein Vertrauen aufbringen kann, dann ...
Es trägt alles dazu bei, dass ich mich nichtmal das ausreicht, um mich um ein vermeintliches "Happy End" zu bemühen, das mir niemand garantieren kann. Klar, wer nicht kämpft, hat schon verloren. Man kann nichts mit Sicherheit wissen, solange man es nicht versucht hat. Ich will nicht sagen, dass es mir den Aufwand nicht wert ist. Doch ist mir das Risiko zu groß. Ich nehme selbst minimalste Rückschläge oft sehr persönlich und lasse sie sehr tief in mich einwirken. Ich kann nicht anders. So bin ich eben. Und wenn ich jetzt schon psychisch so am Boden herumkrieche, was soll dann erst aus mir werden, wenn ich in der Liebe nochmal enttäuscht werde? Ich will nicht abstumpfen und es hinnehmen müssen. Ich will mich nicht daran gewöhnen müssen, weil's nunmal so ist. Das ist kein Grund für mich, denn es muss ja nicht sein ... so sehe ich das zumindest.
Außerdem bin ich zu sehr mit mir selbst beschäftigt, um mich um jemand anderen kümmern zu können. Und ich kann mich ja wohl schlecht einfach so an andere anlehnen, die ich praktisch nicht kenne ... und die mich nicht kennen und vielleicht auch gar nicht kennen wollen.
Ich habe nicht die leiseste Ahnung, ob ich überhaupt noch in irgendeiner Weise beziehungsfähig bin. In meinem derzeitigen Zustand wohl kaum. Nur weiß ich auch nicht, wie ich alleine etwas daran ändern könnte.

Der Tod von Robin Williams macht mir auch zu schaffen.
"Der Glaube kann Berge versetzen.", sagt man. Und es stimmt. Im Fall von Robin hat es sogat sein gutes Ansehen, seine allgemeine Beliebtheit, sein Talent, seine Familie und Karriere schlussendlich beiseite geräumt. Nichtmal das hat es geschafft seine inneren Dämonen zu bezwingen. Es hat alles nichts geholfen. Im Endeffekt war er ihnen nach Jahrzehnten doch noch unterlegen.

Auch bei mir manifestieren sich die Selbstmordgedanken wieder sehr stark in letzter Zeit.
Ist schon seltsam, dass ich mich vielen (besonders in meiner direkten Umgebung) Leuten auf einer intellektuellen Ebene so überlegen fühle, aber ich derjenige bin, der sich in Blogeinträgen das Selbstmitleid von der Seele schreiben MUSS, weil er praktisch aus nichts anderem mehr zu bestehen scheint und kein anderes Ventil und auch sonst keine Möglichkeit hat, es umzuwandeln und/oder nach außen zu tragen.
Ich weiß nicht weiter, ich stecke fest ... schon seit 2 Jahren.
Habe irgendwann in letzter Zeit festgestellt, dass ich mich gar nichtmehr daran erinnern kann, wie es sich vorher, ohne dem ganzen Schrott in meinem Kopf angefühlt hat. Ich weiß es wirklich nichtmehr. Nur manchmal spüre ich noch Ansätze davon und das macht mich umso mehr fertig, weil ich inzwischen zu wissen glaube, nie wieder dahin zurück zu können.
Aber was weiß ich schon?

In einer Woche habe ich wiedermal keinen Netzzugang, weil ich ihn mir nicht leisten kann.
Und dann?
... wird meine Welt wieder um ein Vielfaches kleiner, als sie ohnehin schon ist. Die kleinen Kreise, in denen ich mich jetzt schon verlaufe, werden wieder enger, aber um nichts übersichtlicher, sondern nur noch verdrehter und verstörender.
Aber wen sollte das schon interessieren? Ich find's doch selber oft genug bescheuert.

"Remember, you're unique ... just like everybody else."

Ich weiß mit meiner Zeit nichts besseres anzufangen, als das hier. Obwohl ich selbst nichtmal weiß, wozu ich das hier überhaupt mache. "Beschäftigungstherapie", damit ich wenigstens irgendwas zu tun habe.
Ich musste mir in den vergangenen Tagen auch wieder einen Satz gefallen lassen, bei dem ich den Leuten mit dem nackten Arsch ins Gesicht springen könnte.
"Du hast dir das doch quasi selbst ausgesucht. Es ist immerhin deine Entscheidung, was du aus deinem Leben machst. Du hast die Wahl."
Na klar hab' ich das. Das alles war von Anfang an mein Plan. Auch wie ich mit diversen Unplanmäßigkeiten umgegangen bin und weiterhin mit ihnen umgehe ist meine eigene Entscheidung und reine Absicht. Ganz bestimmt sogar.
...
Zu sowas fällt mir echt nichtsmehr ein, außer: FUCK! YOU!

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