S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): Noch ein paar persönliche Videospiel-Highlights
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

Freitag, 8. August 2014

Noch ein paar persönliche Videospiel-Highlights

Mir sind noch welche eingefallen, die ich beim letzten Mal vergessen hatte. Gut möglich, dass das ebenfalls nicht der letzte Eintrag zu dem Thema ist. ^^

Saboteur

Sean auf einem Wachturm über Paris
Mit Sean, dem Iren, unterwegs im nazibesetzten Paris, Anfang der 40er Jahre, "GTA"-Style.
Klingt gut? Jaaa, klingt gut. :D
War es auch.  Das Spiel hatte einen ganz eigenen Style. Vom Hinterzimmer eines Cabarets aus macht man sich auf den Weg, den Tod eines alten Freundes zu rächen und so nebenbei Paris von den Nazis zu befreien. Besetzte Gebiete werden in Schwarz-Weiss gehalten (ähnlich "Sin City" bleibt das Rot von Naziflaggen und Blut die einzige andere Farbe), während Gegenden, in denen die Resistance die Oberhand gewonnen hat, in Farbe dargestellt werden.
Das Gameplay ist eine Mischung aus "GTA" und "Assassin's Creed". Also wenn man gerade kein Fluchtfahrzeug zur Verfügung hat, hat man auch die Möglichkeit, an Häuserfassaden hochzuklettern und über die Dächer der Pariser Innenstadt zu flüchten. In der Nähe von deutschen Soldaten sollte man sich ruhig verhalten. Denn, wie die Stadtwachen "AC", gehen sie verdächtigem Verhalten nach und holen wenn nötig Verstärkung.
Technisch ist "Saboteur" kein Triple-A-Titel. Grafisch und animationstechnisch ist es zwar ganz hübsch gemacht, aber schon damals gab es besseres. Der Spielfluss wird durch so manche Ladezeit unterbrochen - besonders beim Betreten von Gebäuden und der Fahrt in andere Stadtbezirke. Jedoch ist die Größe der Spielwelt durchaus ansehnlich. Diese wird allerdings durch verhältnismäßig wenig Leben gefüllt. Und sobald man die Hauptmissionen einmal durch hat, bleibt sonst nicht viel zu tun, außer die Deutschen aus den restlichen Stadtgebieten zu vertreiben.
All das tut aber dem Spielspaß keinen wirklichen Abbruch. "Saboteur" macht Laune. Auch dadurch, dass es sich an so mancher Stelle selbst nicht allzu ernst nimmt und zum Beispiel mit überspitzten Darstellungen diverser Klischees aufwartet.


Neben den üblichen Vorzeigespielen des Open World-Genres ("Fallout", "Skyrim", "Assassin's Creed", "GTA" usw.) ist "Saboteur" vor allem stilistisch eine willkommene Abwechslung. Ich hab's richtig gerne gespielt und finde es außerordentlich Schade, dass es keine sonderlich hohen Absätze erzielt hat. Dadurch stellt es das letzte Spiel der Pandemic Studios dar, die kurz nach Veröffentlichung von "Saboteur" von EA geschlossen wurden. Kreativität und frische Ideen zählen eben nicht, solange sie sich für den Mutterkonzern wirtschaftlich nicht ausreichend auszahlen.  Sehr schade. :/

Disgaea - Hour of Darkness

Keine Onlinefunktion, kein Mehrspielermodus, und trotzdem habe ich mit dem Spiel ca. 420 Std. verbracht. (Nachdem ich aus versehen einen 260-Std.-Spielstand überschrieben hatte, wurden nochmal über 150 Std. investiert. Es wären sicherlich noch einige mehr geworden, aber das ist dann die Xbox360 dazwischen gekommen. ^^ )

Overlord Laharl (Mitte), Edna (links) und Flonne (rechts)
Rundenbasiertes, taktisches Rollenspiel. Im Prinzip Schach + Story, Charakterentwicklung und Spaß ... jede Menge Spaß. X'D
Diese Spiele sind wahre ContentMONSTER! Und das bereits fix ab Werk, ganz ohne DLCs oder sonstigem Schwachsinn, für den man Aufpreis zahlen müsste. Wo andere aufhören (normalerweise Lv.99), fangen die "Disgaea"-Spiele überhaupt erst an, auch wenn die eigentliche Hauptgeschichte dann schon überstanden ist. Ich rede von zahlreichen Neben- und Bonusmissionen und Max.Lv. 9999.
Zwar habe ich Teil 2 & 3 ebenfalls ausgiebig gespielt, aber an den Charme und den Witz des Erstlings kommt für mich nichts ran.
Mir geht's dabei ähnlich, wie mit "Battlefield - Bad Company 2": ich könnte seitenweise über das Spiel schreiben. Aber, um zu verhindern, dass ich mir nachher 1.000 Mal an den Kopf fasse, weil ich x-viele Details vergessen habe zu erwähnen, lasse ich das mal. ^^ Vielleicht bekommt "Disgaea" in Zukunft seinen eigenen Blogeintrag von mir. Verdient hätte es sich das durchaus. Ich seh' den Gameplay-Trailer und will sofort wieder loslegen. :D



In unseren Breitengraden haben solche Spiele leider nur einen sehr kleinen Freundeskreis, wodurch dementsprechend geringe Stückzahlen produziert werden, weswegen es mitunter schwierig sein kann, ein Exemplar aufzutreiben. Weiters wird sich wegen der zu erwartenden geringen Absatzzahlen auch nicht darum bemüht, eine deutsche Übersetzung anzubieten, da sich der Aufwand nunmal nicht rechnen würde. Man sollte somit also des Englischen mächtig sein, wenn man mit einem Kauf liebäugelt. Zumindest "Hour of Darkness" gibt es für PlayStation 2 und in einer 1:1-Umsetzung für den Nintendo DS.

Timesplitters

Zugegeben Teil 1 & 2 habe ich selbst nicht allzu ausgiebig gespielt. Aber Teil 3, "Future Perfect", ist mehr als ausreichend dafür, sich darüber zu ärgern, dass es wohl so schnell keinen 4. Ableger der Serie geben wird, wenn überhaupt. :( Dabei könnte die Welt noch einige solcher Spiele vertragen.

Jo-Beth aus "TimeSplitters - Future Perfect"
Man kann es ruhig in die Fun and Gun-Kategorie gemeinsam mit Spielen wie "Serious Sam" und "Duke Nukem" packen. Dabei finde ich "TimeSplitters" jedoch um einiges besser, witziger, und nicht zuletzt intelligenter gemacht.
Neben einem ansprechenden Story Mode mit irrwitziger Handlung und ausgefallenen Charakteren, bietet die Serie einen spaßigen Multiplayer mit einer Unzahl an auswählbaren Figuren und sogar einem Karteneditor. Es gibt viele freispielbare Gimmicks, die Schwierigkeitsgrade sind gut ausbalanciert, das Gameplay läuft rund und macht Spaß, und auch sonst wurden genug wunderbar funktionierende Features eingebunden, sodass man selbst heute noch problemlos über die damals schon leicht veraltet wirkende Optik hinwegsehen kann.
Einer meiner Lieblinge unter den Bonus-Spielmodi ist das Katzenrennen. Im Spiel trifft man auf einen Bösewicht, der stark an Blofeld aus den "James Bond"-Filmen angelehnt ist, nur eben in cartoonesque ... inkl. Katze ... einer ausgestopften Katze. XD Wenn man die Hauptmission dazu erstmal abgeschlossen hat, lassen sich im Menü die Katzenrennen auswählen, in denen man mit einer ferngesteuerten, ausgestopften Katze über diverse Strecken fährt und Zeitziele unterbieten muss.



Ähm, ... tja, soviel zum Humor des Spiels. X'D
Umgesetzt wurde das Ganze von Free Radical, einem Studio, das sich vorwiegend aus ehemaligen Rare-Mitarbeitern zusammensetzte, die in den 90ern unter anderem für das legendäre "Goldeneye 007" auf dem N64 verantwortlich waren. Durch Schwierigkeiten gegen Ende der N64-/Anfang der GameCube-Ära wurde Rare schlussendlich von Nintendo an Microsoft abgetreten. Einige Leute verließen die Firma und schlossen sich unter der Flagge von Free Radical zusammen. Nach den durchwegs leider durchwachsenen Verkäufen des "TimeSplitters"-Franchises wurden sie von Crytek aufgekauft und in Crytek UK umbenannt, um mit ihrem Know-How dem PC-Entwickler bei der Konsolenumsetzung der eigenen "Crisis"-Spiele zu unterstützen. Viel mehr hatten sie wohl nie mit ihnen vor. Crytek UK wurde nach getaner Arbeit inzwischen geschlossen. Die Rechte an "TimeSplitters" verblieben bei Crytek, die sich nun dem Mobile Game-Sektor widmen wollen und seit Jahren keine handfesten Informationen zu einem eventuellen 4. Teil der Serie herausgaben, außer dass das Spiel nach einjähriger Entwicklungszeit seit 2009 auf Eis liegt.

Konzeptzeichnung zu "TimeSplitters 4"

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