S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): Netter Versuch. Mehr Glück beim nächsten Mal.
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

Samstag, 25. Oktober 2014

Netter Versuch. Mehr Glück beim nächsten Mal.

Durch den Rückhalt der Wölfin (Danke! Danke! Danke!) hab' ich's am Mittwoch zum AMS geschafft. Ich bin nun (mal wieder) offiziell arbeitslos gemeldet. Versicherungsschutz besteht somit auch, also machten wir uns um 9:30 auf den Weg zum Krankenhaus von St.P., die mich dann so schnell wie möglich zwecks einer Therapie an eine psychiatrische Anstalt weiterleiten sollten.
Trotz mehrmals geäußerten starken suizialen Tendenzen, wurde mir erst nach einer Wartezeit von über 3 Std. (!) ein Bettenplatz in Mauer zugesagt ... morgen. Für jetzt würde ich aus der Obhut des Krankenhauses entlassen werden und mir am nächsten Tag von meinem Hausarzt einen Krankentransport organisieren lassen, bzw. mich privat dort hinbegeben müssen. (Vielen Dank, Herr "Dr.Psych." Horvath ... nicht!) Ohne Unterkunft und ohne Geld in der Tasche, um überhaupt zu meinem Hausarzt zu kommen (Die Wölfin hatte auch nurnoch genug Sprit im Auto, um selbst nach Hause zu kommen.), war das praktisch ein Ding der Unmöglichkeit. Ich war dementsprechend noch mehr am Boden als vorher und einem Heulkrampf nahe. (Schnelle Hilfe? AM ARSCH! Ich meine, HALLO?! Geht's noch? Jemanden, der sich überlegt sich das Leben zu nehmen, wollen die nach Hause schicken? Ehrlich!? You motherfucking sons of bitches. Ihr habt doch den Arsch offen.) Berücksichtigung fand das allerdings erst, nachdem die Wölfin einen kleinen Aufstand startete. (Danke nochmal. War das erste Mal seit langem, dass sich jemand für mich stark gemacht und eingesetzt hat.) Um weitere Unannehmlichkeiten zu vermeiden, wurde mir dann doch noch ein Bett auf der Station für akute Fälle in der psychiatrischen Klinik in Mauer und ein "sofortiger" Krankentransport besorgt. Dann endlich, um 15:30 Uhr (im KH angekommen waren wir um 9:45 Uhr) holte mich der Rettungsfahrer aus der "Not"-Aufnahme ab. Der Wölfin wurde inzwischen sogar das Auto abgeschleppt, wofür ich mich nicht ganz unverantwörtlich fühle. :/
In Mauer angekommen, redete ich kurz mit der dort zuständigen Psychologin. Danach war ich fest der Annahme, dass man mich dort etwas längerfristig aufnehmen und um mich kümmern würde und ich baldigst einen Therapieplatz bekomme, und wenn's auch ein paar Wochen gedauert hätte. Am Donnerstag wurde ich sogar schon für zeitweilige Beschäftigungstherapien eingeteilt, um die Zeit bis dahin zu überbrücken. Laut der Visite durch Herrn Primar Zöchling war ich jedoch bereits am Freitag wieder stabil genug, um entlassen zu werden. So ein unguter, alter Sack. Bei dem merkte man richtig, dass er einem nichtmal wirklich zuhört, geschweige denn ernstnimmt. Er wirkte regelrecht wie so ein Erbsenzähler, dem es nur darum geht, Betten freiwerden zu lassen und Kosten für die Station zu sparen. Auch von einigen Mitpatienten bekam man zu hören, dass seine Entlassungsquote jeden Freitag irgendwo zwischen 4 & 8 Patienten liegt. Dank einem späteren Gespräch mit der jüngeren Psycholgin, die meine Situation immerhin anzuerkennen schien, bekam ich die Möglichkeit, mit der dortigen Sozialarbeiterin zu sprechen, deren Namen ich mir leider nicht gemerkt habe. (Negatives bleibt bei mir meistens besser hängen. Darum merk ich mir wohl auch nur die Namen der "Bad Boys". :/) Zuvor wurde noch beim eigentlich für Depressionen "zuständigen" (fuck, wie ich dieses Wort inzwischen hasse -.-) teil der Klinik angerufen. Die erklärten mir, dass ich am 18. Nov. zu einem "Vorstellungsgespräch" kommen könnte, bei dem eine erste Einschätzung meines Zustands und eine vorläufige Beurteilung über die Notwendigkeit einer Therapie stattfindet. Außerdem wurde mir gesagt: "Freie Plätze gäbe es ohnehin aber erst wieder im März 2015."
Danach erklärte ich der Sozialarbeiterin nochmal, dass ich nun praktisch mittellos und unterstandslos dastehe, ähnlich wie zum Zeitpunkt als ich vor nichteinmal 2 Tagen ankam. Psychisch ging's mir sogar wieder schlechter, da ich schon wieder weggescheucht wurde, und diesmal sogar aus mir und anderen vollkommen unnachvollziehbaren Gründen. Ich passte wohl nicht ins Konzept der Anstalt. Dort und im Krankenhaus wird man scheinbar nur ernstgenommen, wenn man mit einer Waffe in der Hand auftaucht oder bereits blutet. Sofern man sich verhältnismäßig anständig verhält, relativ ruhig bleibt, sich klar ausdrücken kann und nicht ein in Rotz und Tränen eingeweichtes Häufchen Elend darstellt, kann man laut Meinung der "Experten" offensichtlich keine echten Probleme haben. Jedenfalls bekam ich einige Adressen von Notunterkünften, sogar für längerfristig. Außerdem wurde mir auch noch die Zugkarte zurück nach St.Pölten vorgeschossen. (Verdammt, die Güterzüge, die am Bahnhof mit Vollgas direkt am Bahnsteig vorbeirauschten, wirkten scheiß verlockend ... und ja, ich mein's genau so, wie es sich anhört.)
In St.P. angekommen, machte ich mich gleich auf den Weg zum örtlichen HQ der Emmaus Gesellschaft. Dort herrschte zwar Platzmangel, aber nach der Schilderung meiner Story wurde ich trotzdem provisorisch aufgenommen und vorerst im Krankenzimmer untergebracht. Auch wurde mir das Entlassungsverhalten des Primars in Mauer nochmal bestätigt. Ab Montag wird dann versucht, mich dauerhaft in einer Wohngemeinschaft für Männer mit psychischen Problemen unterzubringen. Mir wurde erklärt, dass man sich dort dann freiwillig aufhalten kann, "solange man's eben benötigt", um wieder auf die Beine zu kommen.
Holy shit. So "unten durch" wie bei mir inzwischen sogenannte "schnelle, professionelle psychiatrische Hilfe" ist, sind nun die Sozialarbeiter in meinem Ansehen stark gestiegen - die tun nämlich wirklich was; Erstere reden nur gerne darüber, bzw. sind ihnen durch diverse Vorschriften und/oder Vorgesetzte die Hände gebunden.
Nun verbleibe ich weiter mit einem Funken Hoffnung, dass ich innerhalb der nächsten Tage endlich mal irgendwo etwas zur Ruhe kommen und mich dadurch ein wenig um den Weitergang meines Lebens kümmern kann.
Warum weiß ich natürlich noch immer nicht, also hält sich die Motivation in Grenzen. Doch ich laufe sowieso schon einige Monate wieder auf Autopilot. Also was soll's?

The M.O.M. hat mich inzwischen von "zu Hause" abgemeldet und ist mörderisch sauer auf mich, da sie selbstverständlich keinen einzigen ihrer Fehler einsieht oder überhaupt auch nur erkennt. Sie ist nun damit beschäftigt, mein Zeug in den Keller zu räumen, nachdem sie endlich auf meine Niederschriften, die ich zurücklassen musste, und vielleicht sogar auf diesen Blog hier gestoßen ist und so meine Meinung über ihre Person vernommen hat. Gut so. Bringen wird's wohl nichts, außer dass ich als undankbares Arschloch abstempelt werde. Ich glaube nämlich nicht, dass sie jemals verstehen wird, warum ich so denke, wie ich denke. Schließlich ist sie ja davon überzeugt, nie etwas falsch gemacht zu haben. Ihre kognitiven Fähigkeiten haben immer nur gerade so weit gereicht, um die Schuld auf andere zu schieben.

Die einzigen Teile, um die mir etwas schade ist, sind meine Lady (die Les Paul) und das Zubehör, die Xbox und die Spiele oder zumindest die Festplatte mit den tausenden Spielstunden & -ständen. Naja ... fuck it. Die Gitarre habe ich ohnehin kaum benutzt, und das Laufwerk der Xbox ist bereits seit einem 3/4 Jahr kalt.

Und jetzt?

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