S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): Wer nicht hören will, muss ...
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

Dienstag, 7. Oktober 2014

Wer nicht hören will, muss ...

... zusehen oder selber spielen. :P
Wie hier versprochen, gibt's nun von mir ein paar Film- und Spielempfehlungen auf eure Ohren. ^^ Brace yourself, browserkillender YouTube-Spam is coming. (Sorry. :/ )

Filme:

Den Anfang macht mit "It Might Get Loud" eine Rockumentation.
3 äußerst bekannte und beliebte Rock-Gitarristen (Jimmy Page von Led Zeppelin; Jack White von The White Stripes, The Raconteurs und The Dead Weather; The Edge von U2) finden sich zusammen und reden über ihre Anfänge, Einflüsse, Werdegänge, ihre unterschiedlichen Stile und wie manche ihrer bekanntesten Riffs zu Stande kamen. Die obligatorische Jam-Session bleibt natürlich nicht aus. :3
Als ich den ersten Trailer sah, stand fest, dass ich den Film unbedingt sehen musste, und ich wurde nicht enttäuscht. Ich finde ihn sehr informativ und unterhaltsam gemacht, sodass man selber auch gleich zur Gitarre greifen möchte. Mit U2 kann ich persönlich zwar genau nichts anfangen, aber dank Page und White ist der Film trotzdem ein Muss für Rock-Fans. Genauso wie ...

"Metal - A Headbanger's Journey"
Metalhead und Anthropologe Sam Dunn erklärt Metal, die Geschichte und die Menschen dahinter aus der Sicht eines Fans. Ausgeschmückt wird das Ganze mit Interviews diverser Größen der Szene, wie z.B. Slipknot, Dee Snyder (Twisted Sister) und Lemmy Kilmister (Motörhead), Rob Zombie, Lamb of God, Ronnie James Dio und Alice Cooper.
Hier können nicht nur Neulinge und andere Interessierte, sondern sicher auch viele eingefleischte Schwermetaller etwas dazulernen. Der Rest bangt zustimmend den Kopf zu einem der wohl interessantesten "Schulungsvideos" überhaupt. Ich kuck's mir immer wieder gerne mal an. Geht auch wunderbar Hand in Hand als Double Feature mit ...

"This is Spinal Tap"
DIE "Mockumentary" über 80er-Rockbands.
Die Kamera verfolgt die fiktive Band Spinal Tap auf dem Weg zu ihrem Comeback, durch den Touralltag und die Aufs und Abs des Daseins als die ewigen Zweiten im Rampenlicht.
Der Kult um den Film führt vor allem von der Tatsache her, dass die Handlung und Geschehnisse zwar komödiantisch überspitzt dargestellt wirken, aber doch mehr Wahrheit dahinter steckt, als manch Außenstehender vielleicht glaubt oder sich einige Musiker aus der Zeit gerne erinnern möchten. Zitat von Jack Black (Tenacious D): "You might think that it's all just fiction, but Metal often really was that stupid."
Interessantes Details am Rande: Die Schauspieler spielten die Instrumente im Film selbst, gründeten die Band wirklich und gingen danach mit dem Soundtrack auf Tournee. Außerdem wurde die Phrase "It goes to 11." bzw. "Let's turn it up to 11." mit dem Film in die Rockgeschichte zementiert.

"Crossroads" (Nein, nicht die Britney Spears-Kacke, sondern der 1986er Film mit "Karate Kid" Ralph Macchio)
Eine Neufassung bzw. moderne Weiterführung des Robert Johnson-Mythos, in dem es heißt, dass der junge Bluesgitarrist und Sänger an einer Kreuzung seine Seele dem Teufel verkauft hat, um richtig gut spielen zu können und erfolgreich zu werden. (Außerdem ist er der "Gründer" des 27 Clubs.)
Ein richtig netter Roadmovie, der einen zurück zu den Wurzeln des Mississippi Delta-Blues bringt. Vor allem das Gitarren-Battle gegen einen jungen Steve Vai am Ende des Films wird einem in Erinnerung bleiben. :)
Trivia: Der junge Ralph Macchio konnte damals gar nicht Gitarre spielen. Die Fingerbewegungen in den Spielszenen sind einstudiert und der Sound wurde erst später, während der Post-Production des Films, eingefügt.

"School of Rock"
Dewey "rockt zu hart" und wurde deshalb aus der Band geworfen. Er hat kein Geld und wohnt mit seinen Gitarren und seiner Plattensammlung deshalb bei einem Freund und seiner Lebensgefährtin. Diese drängt ihn, endlich mal Untermiete zu zahlen, da sie ihn sonst rauswirft. Auf der Suche nach einem Job schummelt sich Dewey als Aushilfslehrer in eine Privatschule. Als er den lahmarschigen Musikunterricht mitbekommt, beschließt er, den Kindern beizubringen, was echte Musik ist: Rock. Er formt aus ihnen eine Band und möchte am Battle of the Bands teilnehmen ... natürlich auch, um es seinen ehemaligen Kollegen heimzuzahlen und den Leuten zu beweisen, dass er was draufhat.

"The Pick of Destiny"
Der Film beschreibt die Gründung von Tenacious D, den Entstehungsweg des einflussreichsten, wichtigsten und überhaupt besten Rocksongs aller Zeiten, und stellt somit die Vorgeschichte zum Song "Tribute" dar.
Kyle und Jack müssen die Miete zahlen. Als einzige Möglichkeit sehen sie, den Geldpreis beim Open Mic-Contest einer Bar in ihrer Nähe zu gewinnen. Dazu müssen sie einen Song schreiben - den besten Song. Mangels Talent sind sie kurz darauf fast schon am Aufgeben. Da fällt ihnen auf, dass alle Gitarrengötter der jüngsten Vergangenheit eines gemeinsam haben: sie alle haben bei ihrem Durchbruch das selbe Plektrum verwendet. Aber wo bekommt man das Ding her?
Ich will nicht sagen, dass man den Film lieben muss, aber ... man muss ihn einfach lieben. Alleine schon deswegen, weil Dave Grohl (Nirvana, Foo Fighters) einen verdammt guten Teufel abgibt. X'D In anderen Nebenrollen finden sich Ronnie James Dio, Meat Loaf, Ben Stiller und Tim Robins.

Spiele:

"Brütal Legend"

Oldschool-Roadie Eddy (Jack Black; Tenacious D) wird bei der Ausführung seiner Bühnenpflicht schwer verletzt. Als er "aufwacht", befindet er sich gelobten Land des Metal, das von einer bösen Macht bedroht wird. Eddy ist der Auserwählte, der Einzige, der mit seiner Klangaxt den Untergang abwenden kann.
Ein irrsinnig witziges Spiel rund um die gängigsten Metal-Clichés, vor allem der 70er- und 80er-Jahre. In Gastrollen sind u.a. Ozzy Osbourne, Lemmy Kilmister (Motörhead) und Rob Halford (Judas Priest) vertreten. Open World Action Adventure trifft hier auf Echtzeitstrategie und einen der mächtigsten Soundtacks aller Zeiten.
Du bist Metal-Fan und hast "Brütal Legend" noch nicht gespielt? What the fuck is wrong with you?!

"Guitar Hero"
Wer kennt's nicht?
Ich rede hier jedoch lediglich von Teil 1-3, "World Tour" und "Metallica". (Den Rest kann man größtenteils durch die fragwürdige Musikauswahl, die man ruhig als Resteverwertung bezeichnen kann, getrost vergessen.)
Diese Spiele haben mich zu einer echten Gitarre greifen lassen. Man lernt durch sie zwar nicht richtig spielen, doch sind sie ein Riesenspaß und vermitteln einem zumindest einen kleinen Einblick in einige grundlegende Techniken und vor allem das Gefühl, auf der Bühne zu stehen und die Menschenmassen anzuheizen. Mit "World Tour" wurde erstmals auch ein Schlagzeug und ein Mikrofon mitgeliefert. Für "Metallica" war sogar ein zweites Kickpedal für die Drums erhältlich, das man ab dem mittleren Schwierigkeitsgrad auch dringend brauchte, um mithalten zu können. Und es war möglich ein echtes digitales Drumkit mit dem Spiel zu verbinden, damit man die Schlagzeugpassagen praktisch 1:1 nachspielen konnte.
Fun Fact: Viele Passagen aus diversen Songs sind in durch die technischen Begrenzungen des Gitarren-Controllers in "Guitar Hero" sogar schwerer zu spielen, als auf eine echten Gitarre.
Mit "Rock Band", der "Konkurenz" (Hamonix, die Entwickler der ersten beiden "Guitar Hero"-Spiele, wollte bei Activisions Markenausschlachtung nicht mitmachen, löste sich von der Firma, tat sich mit EA zusammen und verfolgte mit "Rock Band" ihr eigenes Konzept weiter.), habe ich mich nie so wirklich auseinandergesetzt. Ich weiß nur, dass es ebenfalls einwandfrei funktioniert, ordentlich Spaß macht und deshalb ähnlich beliebt ist.
Während EA und Activision den Musikspielmarkt mit schlechten Fortsetzungen und einem Überfluss an immer minderwertiger werdenden Plastikatrappen von Instrumenten (die Qualität der Les Paul von "Guitar Hero III" wurde leider nie wieder erreicht; bestes Teil ev0r! #MeineMeinung) zu Tode geritten haben, schlich sich Ubisoft etwas später mit der nächsten Evolutionsstufe des Genres an:

"Rocksmith"

DAS ist nun ein echtes Lernspiel.
Zugegeben, die Anschaffung der Grundausstattung ist etwas teurer, sofern man keine elektrische Gitarre oder einen E-Bass zu Hause rumliegen hat, aber dafür hat man auch wirklich was davon. Das Spiel funktioniert grundsätzlich nach dem selben Prinzip wie "Guitar Hero" und "Rock Band", nur eben mit dem Unterschied, dass man die Songs wirklich auf einer echten Gitarre spielen lernt, dazu muss man nichteinmal Noten lesen lernen. Man spielt einfach die farblich dargestellten Grifftabellen nach. Oh boy, was hab' ich mich gefreut, als ich von dem Projekt vor ein paar Jahren erfahren habe. :D
Die Tracks passen sich in Echtzeit dem jeweiligen Lernfortschritt an und lassen sich auch Etappenweise üben. Unterstützt wird die Lernerfahrung durch eine Auswahl von Minispielen, mit denen man sein Instrument besser kennenlernt. Zusätzlich kann man im Studio des Spiels frei unter den Emulationen der in den Songs verwendeten Verstärker und Effekte wählen und so seinen eigenen Sound zum Üben zusammenstellen.
"Rocksmith" ist nicht perfekt (die Bedienung mittels Controller & Gitarre ist etwas umständlich, die Musikauswahl könnte teilweise besser sein, und die Ladezeiten sind manchmal ziemlich nervig), aber es ist mit Abstand das sinnvollste Musikspiel auf dem Markt!

Bonus:
"Rock'n'Roll Racing"
Wohl das erste Kultspiel rund um das Thema "laute Gitarren". Und das, obwohl im Spiel nichtmal welche zu hören sind. ^^
Blizzard Entertainment hieß Anfang der 90er Silicon & Synapses, und lange vor "Diablo", "StarCraft" und "World of Warcraft" entwickelten sie Spiele für SNES, Mega Drive, Amiga & Co. Eines davon ist das Action-Rennspiel "Rock'n'Roll Racing", das vor allem durch den lizenzierten Soundtrack auf sich aufmerksam machte. Es beinhaltet zwar nur eine Hand voll Songs, wie z.B. Black Sabbaths "Paranoid", und die mussten wegen der technischen Einschränkungen der Geräte in 8-Bit-Gedüdel umgewandelt werden, aber hey, für damalige Verhältnisse war sogar das awesome. :D
Wie einige andere Klassiker aus der Zeit, wurde auch "Rock'n'Roll Racing" später für den GameBoy Advance umgesetzt.

PS:
Hab' letztens in meiner "WILL HABEN!"-Gitarrenauflistung doch beinhart auf eine "Dobro" vergessen. D:
Dobro ist eigentlich eine Marke, die soweit ich weiß zu Fender dazugehört, wird aber auch oft als Bezeichnung für Resonatorgitarren hergenommen. Diese Weiterentwicklung der Akkustiggitarre hat einen Metalltrichter im Korpus verbaut, der ähnlich einem Lautsprecher den Klang verstärkt. Sie wurden benutzt, um in Big Bands und Jazz-Kombos mit der Lautstärke anderer Instrumente, wie etwa Bläsern und dem Schlagzeug mithalten zu können, bevor sie weitestgehend von der E-Gitarre abgelöst wurden.
Mit ihrem distinktiven metallischen Klang werden sie vor allem für Blues- und Countrymusik weiterhin ausgiebig genutzt. Der Sound ist aber auch ein verdammter Traum. O.O



[Nachtrag, weil's mir grade wiedermal untergekommen ist: Das Ende des Spongebob-Films ist auch sehr rock. X'D ]

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