S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): Ausgemustert
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

Donnerstag, 13. November 2014

Ausgemustert

Hier nur kurz zwei Serien, die schon eine Weile auf meiner Festplatte darauf warteten, gesehen zu werden: "Aeon Flux" (die animierte Trickfilmserie von Anfang der 90er) und "Terminator: The Sarah Connor Chronicles". Beide wurden inzwischen gelöscht, ohne sie mir fertig angesehen zu haben. Warum?

"South Park" vs "Spion gegen Spion"

Die ersten beiden "Staffeln" umfassen eigentlich nur eine Ansammlung ca. 2-minütiger Kurzfilme.
In ersterer dringt die Hauptfigur (eine Agentin, deren Name mich nun wirklich nichtmehr interessiert) in eine feindliche Basis ein, nur um am Ende, kurz vor Erfüllung ihrer Mission, an einem eingetretenen Nagel zu scheitern und zu sterben. In Staffel 2 stirbt sie in jedem der diesmal immer unzusammenhängenden Filmchen. Das wirkte auf mich nunmal wie eine Mischung aus einer etwas moderneren Variante der "Spion gegen Spion"-Comics aus den MAD-Heften und einer frühen Version des "They killed Kenny!"-Running Gags aus "South Park". Im Prinzip sieht man also nur einer äußerst ungeschickten Agentin bei der Arbeit zu und fragt sich, wie sie den Job überhaupt bekommen hat. Beide Staffeln dauern insgesamt in etwa 1 Std. und kommen dabei ohne jeglichen Dialog aus.
Staffel 3 besteht dagegen aus mehreren 20-minütigen Episoden, inkl. Dialog und einer durchgehenden Story ... was mir zu dem Zeitpunkt allerdings bereits egal war. Vor allem der auf mich von Anfang an nicht sonderlich ansprechend wirkende Zeichenstil schaffte es nicht, mich weiter interessiert zusehen zu lassen. Den Rest erledigte die Haupthandlung, die totale Überwachung thematisiert - damit bin ich über die Dauer der letzten Jahre einfach übersättigt worden. Ich hab's nichtmal geschafft, vor ein Paar Jahren "1984" zu lesen, weil ich mir dachte: "Laaaangweilig. Alles schon 1000 Mal gesehen, gehört oder sonst irgendwie in ähnlicher Form durchgekaut.", obwohl ich weiß, dass George Orwells Buch von 1949 praktisch den Grundstein für alle diese ähnlichen Geschichten legte, die danach folgten. Aber was soll's?
Jedenfalls konnte ich "Aeon Flux" nicht wirklich etwas abgewinnen und bleibe in Sachen dystopischer Science Fiction-Zukunftsvisionen weiterhin lieber bei "Tank Girl" und "Ghost in the Shell".

"It's just a head."

Auf "The Sarah Connor Chronicles" hatte ich mich eigentlich irgendwie gefreut, weil ich bisher nur relativ positive Meinungen dazu vernommen habe. Aber naja, die kamen wahrscheinlich von Leuten, denen auch "Terminator 3" und "Terminator: Salvation" gefällt. -.-
Eigentlich sollte es "The Plot Hole Chronicles" heißen, weil praktisch die gesamte Story auf unverzeihlichen Logikfehlern, bzw. faulen/schlechten Autoren basiert. Aber dazu komm' ich gleich.
Kurz zur Handlung: 1999, zwei Jahre nach den Ereignissen in "Terminator 2: Judgement Day" muss Sarah Connor (Lena Headey; Cersei Lannister aus "Game of Thrones") mit ihrem Sohn John erneut vor einer der Maschinen flüchten, die in der Zeit zurückgeschickt wurde, um sie beide zu töten. Durch die Hilfe eines weiteren Terminators (Summer Glau; River aus "Firefly"), der sie beschützen soll, schaffen sie einen Zeitsprung ins Jahr 2007 und glauben, sich dort verstecken zu können.
Soweit zur 1. Folge, die einen prima Auftakt hinlegt und die Serie im Prinzip ziemlich vielversprechend wirken lässt. In Episode 2 schlägt jedoch schon der Bullshit-Hammer zu, mit unverschämt rücksichtsloser Härte. Während sich für die Charaktere das Zeitsprungtor öffnet, geht der böse Terminator nämlich in die Offensive über, bevor er mittels einer Energiewaffe nahe des Zeitportals enthauptet wird. Sein Kopf landet, von den Hauptfiguren unbemerkt, mit im Jahr 2007, reaktiviert sich und sendet ein Notsignal zu seinem Körper, um abgeholt zu werden. Der Körper lag in der Zwischenzeit übrigens - wait for it - 8 Jahre auf einem Schrottplatz ... einfach so, und niemanden hat's interessiert ... man sollte eigentlich meinen, dass sowas auffällt. -.-°
Wow, von da an wurden sämtliche anderen Fehler nicht nur verstärkt wahrgenommen, ich habe mir danach auch nichtmehr sonderlich viel von der Serie ewartet. Ich meine, wenn selbst SO ein RIESIGES Problem an den Autoren und Produzenten vorbeigeht und es bis ins Fernsehen schafft, dämpft das die vermeintliche Vofreude auf den weiteren Verlauf natürlich stark ab.
Ich hab's dann noch bis S01E05 durchgehalten, doch nach einer weiteren bestimmten Szene war's mir dann endgültig zu viel: Cameron, der Beschützinator der Connors, hat von dem Kopf erfahren und berichtet den beiden darüber. Niemand anderer als Sarah FUCKING Connor höchstpersönlich entgegnet ihr dabei sehr gelassen, um nicht zu sagen gleichgültig mit dem Satz: "It's just a head."
...
WHAT?! ó.O
SERIOUSLY?! o.Ó
Haben die Macher der Serie die ersten beiden Filme überhaupt gesehen?! Wissen die überhaupt, wer Sarah Connor ist und was die Frau bis dahin durchgemacht hat?! Um's kurz zu halten: Das ist DIE LETZTE Person, die es wagen würde, einen Terminator zu unterschätzen, solange er noch aktiv ist. Noch dazu scheint sich passenderweise keiner der Beteiligten zu fragen, was "damals" wohl mit dem Körper passiert ist. Und das, obwohl sie nicht lange zuvor beim Versuch, die Überreste des T600 aus dem ersten Film einzuschmelzen, beinahe draufgegangen wären. Sie mussten sogar ihren verbündeten Terminator vernichten. Plötzlich ist es aber "nur ein Kopf"? HALLO?! Logik? Charakterentwicklung? Anyone?!
Man merkt also, dass das Hauptaugenmerk beim damaligen Revival der Marke "Terminator" vorwiegend wiedermal auf dem Kohlescheffeln und nicht auf gut, geschweige denn überhaupt irgendwie durchdachter, ernstzunehmender Unterhaltung lag.
Dabei finde ich es richtig schade, dass sich "Terminator: The Sarah Connor Chronicles" somit in die Riege des anderen nicht weiter erwähnenswerten "bitte erinnere mich nicht daran, dass das existiert"-Trashs des Franchises einreiht. Lena Headeys Schauspielerei gefällt mir, und Summer Glau macht sich als Terminator richtig gut (auch wenn ich die tänzerischen Kampfszenen aus "Firefly" sehr vermisse ^^), die Effekte sind top, der Sound geht auch in Ordnung, und die Musik von Bear McCreary sticht ebenfalls oft positiv raus, nur reicht das eben alles nicht, um den unsäglichen Stumpfsinn einer Story zusammen zu halten, der immerhin die Erkenntnis zulässt, dass FOX doch nicht nur gute Serien absetzt.

PS:
Warum müssen ausgerechnet alle Größen der 80er- und 90er-Kultfilme zu einer uninspirierten, undurchdachten, pseudo-modernisierten und/oder komödiantisch verwursteten, kindertauglichen oder anderweitig für ein möglichst großes Publikum verunstalteten Farce verkommen? D:
"Star Wars", "Robocop", "Terminator", "Alien", "Indiana Jones", "Die Hard", "Nightmare on Elm Street" - die Liste wird immer länge. Ich hoffe, dass sie wenigstens "Blade Runner" und "Lethal Weapon" in Ruhe lassen. :/

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