S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): Doctor Meh :/
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

Freitag, 14. November 2014

Doctor Meh :/

In Staffel 6 hat mich Amy dazu gebracht, große Teile einiger Folgen zu überspringen - ich bekam Kopfschmerzen von der Frau. Das Einzige, was die Staffel einigermaßen gerettet hat, war, dass es im Prinzip durchgehend um River geht und sie in verhältnismäßig vielen Folgen vorkommt.
Diesen Vorteil hat "Doctor Who" Staffel 8 leider nicht, und so wurde sie (wortwörtlich) einstimmig zu der Staffel "gewählt", mit der ich am wenigsten anfangen kann.
Wie kommt's?
Durch jede Menge ungenutztes Potential, zu viele Kinder, langatmiges und im Endeffekt hinfälliges Beziehungsgedöns, schwache Geschichten, uninteressante und oft sogar nervige Charaktere (meistens Kinder), unnachollziehbare Handlungen, ... naja, so einiges eben.
Und dabei rede ich keineswegs vom Doctor selbst. 12 kann man ohne weiteres so lassen, wie er ist, aber das Drumherum stimmt einfach nicht. Hier einige Punkte, die mir überhaupt nicht gefallen wollen.

- Clara
Aus dem "Impossible Girl" wird eine regelrechte Bitch, die mit dem nun älter aussehenden Doctor von Anfang an ihre Probleme hat und nie über diese Oberflächlichkeit hinwegkommt ... aber doch nicht loslassen kann ... und trotzdem lieber mit Danny zusammen wäre ... oder vielleicht nicht ... oder doch ... aber irgendwie ... und sowieso ... und überhaupt - AAAARRRRGH!!! Im Zweifelsfall ist sie bloß auf den Doctor angepisst. Warum genau jetzt schon wieder spielt dabei zu dem Zeitpunkt keine tragende Rolle, denn: "Wir brauchen Konflikt, weil ... Gründe!" oder so ähnlich stell' ich mir den Gedankengang der Autoren vor. m(
Nach und nach wird so von Episode zu Episode der eigentlich ziemlich epische Charakter zunichte gemacht, den die Serie seit Beginn der 7. Staffel aufgebaut hat. Als ich im Sommer, nach dem wundervollen Auftakt der 8. Staffel, erfahren habe, dass Clara die Serie ab Weihnachten verlässt, dachte ich mir noch: "Nooo! Why?! Ich mag Clara. :(" Inzwischen muss ich aber sagen, dass ich's gar nicht erwarten kann, bis sie endlich weg ist.
- Die Stories
... die sehr oft so wirken, als wären sie von einem Praktikanten unter extremem Zeitdruck zusammengeschustert worden. ... Nein, das ist nicht gut. Ich weigere mich zu glauben, dass ein Praktikant bei "Doctor Who" so einen Mist verzapft- die würden es nicht wagen. Schieben wir's lieber auf erfahrene, aber leider wohl bereits arbeitsblinde Autoren. Entweder das, oder sie verfahren nach dem "Fuck it. Is' zwar Mist, aber die Fans finden sowieso alles geil."-Prinzip. Und da sich die Mängel durch die gesamte Staffel ziehen, kann man ihnen glaube ich ruhigen Gewissens Absicht unterstellen.
Was mich bei den Geschichten vor allem nervt, ist, wenn Ansätze einer wirklich guten Idee durchschimmern, bzw. sich die Atmosphäre gerade erst schön verdichtet hat und plötzlich alles durch eine Schnellschuss-Aktion zerstört wird ... "Weil, naja, Sendung is' gleich aus und irgendwie müssen wir ja (ganz schnell) Schluss machen." Kennt ihr die Szene, in der Indiana Jones den Säbelschwinger einfach erschießt? Genau das, jedoch in einer unwitzigen und irrsinnig unpassenden und daher immens störenden Variante, beinahe in jeder Folge ... in manchen Episoden sogar mehrmals. So als wäre ihnen gegen Ende der Drehbücher andauernd der Kaffee ausgegangen und "Aus! Es reicht jetzt! Zack und Ende. Ich will nichtmehr. ZZZzzzzzz ... " Selbst vor dem Staffelfinale machte diese Herangehensweise keinen Halt. Und in den Teilen, in denen eine wundervolle Geschichte mal zu Ende gedacht wurde, hapert es an der Durchführung, bzw. der Übermittlung. Denn da wird oft nur plump drübererklärt, was gerade off-screen passiert und welche Ausmaße das hat - ohne jegliche Bildgewalt und nichtmal musikalisch sonderlich hervorgehoben. Ein beträchtlicher Teil der Ereignisse ist somit zwar "lieb gemeint", geht mir aber grob am Arsch vorbei. Oft genug haben ...
- Die (Neben-)Charaktere
... Mitschuld daran.
Kinder und Jugendliche in Serien nerven meistens gewaltig. #FAKT!
Und "Doctor Who" Series 8 wartet gleich mit mehreren Episoden auf, in denen es vorwiegend um Claras und Dannys Schüler geht. #Fail
- Danny & Clara
"LAAAANGWEILIG!" - Homer Simpson
Ich weiß nicht, wer sich sowas wirklich gerne ansieht. Ich persönlich kenne keinen Whovian, dem zu der Zeit das ewige Hin und Her von Amy & Rory gefallen hat. Bei Danny & Clara ist's sogar noch schlimmer ... und unnötiger ... und nerviger ... und eben BOAH, FUCK, SOWAS VON ÖÖÖÖDE. x_x
... Erwähnte ich schon die Kinder? >.<*

Nun aber zum für mich extraharten Teil dieses "Kopf-Tisch-Kopf-Tisch"-Fiaskos.
Ich habe vorhin schonmal kurz das Staffelfinale angesprochen. Es ist mitverantwortlich dafür, dass der bittere Beigeschmack der gesamten Staffel nicht nur nicht abgeschwächt, sondern sogar noch verstärkt wurde. Hier findet sich nämlich der Hauptanteil des verschenkten Potentials, das am Ende sogar einen eigenen Namen bekam: Missy.
Seit dem Ende von S08E01 wird auf die Offenbarung der Identität und der Absichten des Charakters hingearbeitet. Am Schluss von S08E11 ist es dann endlich soweit, während E12 bekommt sie eine Hand voll hammermäßiger Szenen spendiert und *ZAP* weg.
...
Ähm ... tja. -.-
Ich meine: What. The. Fuck? WHY?! ó.O
Neben dem Doctor ist Missy die mit großem Abstand interessanteste Figur seit einer gefühlten Ewigkeit und hält einem dadurch sämtliche Verfehlungen der Serie nurnoch umso stärker in Erinnerung, weil sie, im Gegensatz zum Rest, eben so verdammt scheiß genial ist (vor allem auch weil Michelle Gomez bei der Darstellung eine spitzenmäßige Arbeit leistete). XD
Man kommt nicht darum herum, sich zu fragen, wozu man den anderen Mist so lange ertragen musste, wenn das Produktionsteam doch die ganze Zeit über Mary Poppins böse Schwester in der Hinterhand hatte, deren Machenschaften bis zur Mitte von Staffel 7 zurückverfolgt werden können. Und eben auch wegen dieser ansprechenden Backgroundstory ist die Verwunderung groß, dass auch Missy das selbe Schicksal erleidet, wie jeder andere kurz aufflackernde Hoffnungsfunke, der vermeintlich gut durchdachte Unterhaltung zu verheißen vermag:
ein jähes, überhastetes und äußerst unwürdiges Ende, womit man sich praktischerweise vorerst auch ersparte, auf Missys Herkunft näher einzugehen. :/
Naja, immerhin rettet ihr kurzes, jedoch sehr einprägsames Dasein die letzten beiden Folgen von S08 davor, ebenfalls nahezu vernichtend beurteilt zu werden. So bilden sie gemeinsam mit den ersten beiden Episoden die Highlights der Staffel. Alles dazwischen kann man, meiner Meinung nach, getrost vergessen.
Schade.

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