S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): "Mülltone", Klappe die 2!
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

Montag, 24. November 2014

"Mülltone", Klappe die 2!

Nachdem ich mit "Penny Dreadful" vorerst fertig war, brauchte ich wieder neues Serienfutter. Und wiedermal gingen die ersten beiden Griffe ins Klo ... ein sehr abscheuliches noch dazu ... echt abstoßend. "Trainspotting" gesehen?
So in die Richtung. Das zweite Mal war jetzt sogar noch schlimmer als das erste. x_x
Aber um was geht's überhaupt?

Constantine

Eigentlich kann's nicht nicht interessant klingen: John Constantine ist Exorzist und Kammerjäger für alles, was nicht diesseits der Realität hingehört - sprich: er legt sich hauptberuflich mit dem Übernatürlichen an, weil einer muss es ja tun. Meistens hat es mit Himmel und Hölle zu tun. Dass er damit immer wieder beiden Seiten auf die Füße tritt, macht ihn nicht sonderlich beliebt, ist ihm aber ziemlich egal.
Aber: Wow, selten so einen uncharismatischen Hauptcharakter gesehen. Ich schieb's jetzt einfach mal auf den Hauptdarsteller. Denn dass John Constantine eigentlich ein harter Hund ist, muss man Lesern der Comics wohl nicht sagen. Sogar Keanu Reeves Darstellung im Film aus 2005 bringt das ums 100-fache besser rüber. Dem Schauspieler aus der Serie, wie auch immer der heißt, nimmt man die innerlich zerissene, abgebrühte, Dämonen zurückschickende coole Sau allerdings absolut nicht ab. Es ist einer der Fälle, dem man den britischen Akzent wirklich anrechnen muss, um überhaupt was entfernt positives an ihm zu finden.
Schlecht, sofern überhaupt durchdachte Scripts geben der Serie den Rest.
In einer Szene steht John mit seinem neuen Schützling auf einem Bahnübergang. Sie sieht einen Zug näherkommen und will weg. Constantine hält sie aber fest, bis kurz vor den Zeitpunkt, an dem der Geisterzug durch ihn durchfährt. Er erklärt ihr, dass sie mit Hilfe des Amuletts, das er ihr gegeben hat, in die Zweischenwelt sehen kann. Während der ganzen Zeit zeigt die Kollegin immerhin gewisse Ansätze emotionaler Reaktionen auf die für sie vollkommen neue Situation. Zwei Minuten (!) später wird Johns ältester Gefährte vor ihren Augen, keine 5 Meter von ihr entfernt von einem dicken, wütenden Stromkabel durchbohrt und getötet, bevor *Schnitt auf Werbung*, wonach sie mit Constantine durch den Wald flüchtet und "was grade passiert ist" nur so beiläufig in einem Nebensatz erwähnt, als hätte sie sowas schon 1000 Mal gesehen. Auch als Johns unsterblicher Gefährte später wieder auftaucht werden praktisch keinerlei Fragen gestellt, weil sonst hätten die Autoren ja mal ihr Gehirn benutzen müssen.
Am Ende der Episode nageln sie einen Dämon fest, der Elektrizität beherrscht. Dieser vollführt auf dem Dach eines Gebäudes eine kurze Machtdämonstration (;) ... sorry für das schlechte Wortspiel, aber bei so schlechten Serien muss man sich eben selbst unterhalten) , in der er vorführt, dass er sogar Blitze herbeirufen kann. Einige Sekunden später dreht einer von Johns Leuten den Strom im gesamten Stadtviertel ab, was natürlich auch die Kräfte des Dämonentypen unbrauchbar macht. Weil ... kein Strom in den Leitungen = auch keine Blitze. Is' doch klar, oder?
Ho. Ly. Shit. -.-°
Danach hatte ich jedenfalls genug und mit "Constantine", nach gerademal einer einzigen Folge, abgeschlossen. Allgemein wirkte die Episode sehr überhastet auf mich. So als hätte man versucht, möglichst viel in den Serienauftakt reinzuquetschen. Nichts gegen schnelles Pacing eines Plots, doch es macht nur Sinn, wenn es die Dramaturgie unterstützt - bei "Constantine" steht es ihr jedoch im Weg. Auf den mittelmäßigen CGI-Effekten will ich aber nicht rumhacken. Die sind gut genug, dass sie einen nicht weiter stören würden, wenn die Serie an den wichtigen Eckpunkten nicht so einbrechen würde.
Btw: Was soll DAS eigentlich darstellen?
Wie unkreativ muss man sein, dass die biblische "Ich beschwöre dich!"-Klischeehand das Beste ist, was einem als Signature Move für die Hauptfigur einfällt?
Einfach nur schwach.






 

American Horror Story + Asylum

Wenig Horror, dafür umso mehr "american". -.-
Es ist so ... öde, langweilig, klischeezerfickt (kann man ruhig wortlich nehmen) und so fucking übertrieben unwirklich, auf eine derartig lächerliche Art und Weise, dass ... mir fehlen echt die Worte. Ich kann den Scheiß nicht ernstnehmen. Selbst wenn man es als eine Persiflage auf drittklassige Metzelfilme aus den 70ern ansehen würde, wäre es noch zu schlecht um irgendwie anerkannt zu werden. Ich bezweifle, dass die Schöpfer jemals an der Produktion eines gut gemachten Horrorfilms beteiligt waren, geschweige denn auch nur einen gesehen haben.
Sie verfahren lediglich nach den beiden billigsten aller Formeln, von denen man meinen könnte, dass sie schon ewig nichtmehr funktionieren: "Sexszene = emotionale Bindung an die Charaktere" und "Gewaltdarstellung + schrille Streichinstrumente = Horror". Und für die Zeit zwischen Sex und Gewalt müssen die Streichinstrumente reichen, um irgendwie Spannung aufzubauen, so als hätten sie Hitchcocks Hausorchester gemietet und quetschen es nun krampfhaft in jede auch noch so kleine Sprechpause. Das war's im Prinzip. Aus mehr besteht die Serie nicht - hohler Sex, stumpfinnige Gewalt und ... welcher random Bullshit sich dazwischen eben so ergibt. Staffel 2 bietet da selbstverständlich mehr von allem. Konsequenterweise wurden hier gleich 2 Sexszenen in den ersten 10 Minuten untergebracht, wobei man sich fragt, wie verzweifelt die Produzenten gewesen sein müssen, um zu glauben, so die Serie "aufwerten" zu können. 
Atmosphäre sucht man also vergebens. Viel mehr find' ich's manchmal unfreiwillig komisch ... wenn's bloß nicht so traurig wäre. Denn im Prinzip gäbe es einiges an Potential, nur weiß es die Serie nicht zu nutzen. "Asylum", zum Beispiel. Wie der Name schon sagt, spielt es in einer alten Irrenanstalt. EINE IRRENANSTALT, verdammt! Was müsste man da also noch großartig hinzufügen, um es auf jeden Fall noch besser zu machen? ... RICHTIG! Aliens! m(
Habe ich schon die Charaktere erwähnt? Nein? Muss ich auch nicht. Die sind genau so flach, oberflächlich und austauschbar, wie der Rest. Somit kam ich wieder nicht über die jeweilige erste Folge der beiden Staffeln hinaus. Um mir sowas weiter anzutun, reicht meine masochistische Ader bei weitem nicht aus.
Wow ... just, wow.

Zur Erholung habe ich nun mit "True Detective" angefangen. Glücklicherweise kann ich es tatsächlich als eine Art Erholung bezeichnen, weil es inhaltlich und handwerklich eine qualitativ deutlich höherwertigere Serie ist. Den Hype und die Lobeshymnen kann ich mir nach 3 Episoden allerdings noch nicht wirklich erklären. Aber dazu vielleicht beim nächsten Mal.

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