S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): Black Mirror
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

Samstag, 13. Dezember 2014

Black Mirror

Das strahlende Licht der Gegenwart wirft teilweise sehr dunkle Reflektionen aus einer möglichen Zukunft zurück.


"Black Mirror" ist eine britische Science Fiction-Miniserie und umfasst bisher 2 Staffeln zu je 3 Folgen. (Staffel 3 ist für 2015 angekündigt.)
Die Episoden hängen allerdings nicht zusammen, sondern sind jeweils in sich abgeschlossen. In jeder Folge wird eine andere Möglichkeit behandelt, wie sich die Technik von heute in nicht allzu ferner Zukunft weiterentwickeln könnte und wozu sie sich nutzen ... naja, wohl eher missbrauchen ließe. Denn "Black Mirror" zeichnet ein düsteres Bild einer hochtechnisierten, voll vernetzten, und von der Technik abhängigen Gesellschaft, in der die Menschen noch viel zu lernen haben - nicht zuletzt über sich selbst.
Es werden einige überspitzt dargestellte Probleme im Umgang mit der Technologie aufgezeigt, die auf manche eventuell paranoid wirken, doch näher an einer möglichen Realität liegen, als man sich vielleicht eingestehen will. Die Serie kommentiert nicht, und es geht ihr auch gar nicht darum, irgendwelche Lösungsansätze zu finden, sondern sie wirft durch ihre Fallbeispiele lediglich Fragen in den Raum, die zum Denken anregen. Sie rufen zur Skepsis auf und mahnen zur Vorsicht vor einer übertriebenen Technophilie.

Bisher habe ich nur die 1. Staffel gesehen, da "Black Mirror" durch die relativ ernsthafte Thematik, die fesselnde und teilweise doch recht drastische Inszenierung, und die dementsprechend gedrückte Stimmung definitiv keine Form der Unterhaltung ist, mit der man sich einfach so zwischendurch mal schnell beschäftigen kann/will. Aber der Rest folgt bestimmt bald, denn mir gefällt die Art der Umsetzung einfach zu gut. Auch die Besetzung mit größtenteils eher unbekannten Schauspielern kann sich durchaus sehen lassen. (Rory Kinnear, der mir durch seine Rolle als Frankensteins Monster in "Penny Dreadful" aufgefallen ist, spielt in Episode 1, "The National Anthem", die Hauptrolle als Premierminister Michael Callow- das ist der Einzige, den ich kenne, und das auch erst seit Kurzem.) Es hat also seine Gründe, warum ich schon ab der ersten Episode, die ich gesehen habe (S01E02, "15 Million Merits"), an der Serie hängenblieb.

Wer gerne mal reinschauen und sich im Zuge dessen mit runterziehen möchte, kann das auf Netflix tun. Alternativ sind ein paar Episoden auf YouTube und sicher auch bei anderen Diensten zu finden.


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