S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): Paarungszeit der radioaktiven Videospiel-Highlights des Spaßes aus dem Weltraum, Teil III
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

Freitag, 12. Dezember 2014

Paarungszeit der radioaktiven Videospiel-Highlights des Spaßes aus dem Weltraum, Teil III

Wow, ich hab' praktisch seit August nichtsmehr über Spiele geschrieben?! óO
Das muss sich ändern! D:
Ich habe noch ein paar nette Stücke aus meinen Erinnerungen ausgegraben, die ich dort auf keinen Fall vermissen möchte, welche aber bei sehr vielen anderen Leuten oft nicht sooo gut ankamen. Und es soll ja sogar Leute geben, die viele ältere Klassiker überhaupt nicht kennen. (DAS JUNGE ALTER IST KEINE AUSREDE FÜR SOLCHE BILDUNGSLÜCKEN, IHR PSEUDO-FREAKS & MÖCHTEGERN-NERDS! SPIELT!!! >:c Tut bloß nicht so, als hättet ihr ein Leben - nimmt euch sowieso keiner ab. :p :D) Bei einigen von den Titeln tue ich mir schwer, sie überhaupt "älter" zu nennen, schließlich sind sie gerademal etwas über 15 Jahre, also 2-3 Konsolengenerationen ... ja, ok, älter. Man verleugnet's nur manchmal gerne, dass man selbst auch schon ... -.-°
Aber egal. SPIELE!!! Wohoo! :D (Yay, Themawechsel! \o/)

Blast Corps. (N64)

Ein hochexplosiver Nukleartransport ist - wie könnte es anders sein - außer Kontrolle geraten und steuert nun geradewegs auf bewohntes Gebiet zu. Die Aufgabe des Spielers ist es, ihn unbeschadet zu den Sicherheitszonen durchzulotsen. Das heißt nichts weiter als: RÄUM VERDAMMT NOCHMAL ALLES SO SCHNELL WIE MÖGLICH AUS DEM WEG, BEVOR DAS DING DAGEGENKRACHT!!!1!elf D:

Hierfür wird einem von raketenschießenden Motorrädern und Buggies, über Raupenbagger, bis hin zu haushohen Robotern so einiges an bemannbarem Werkzeug zur Verfügung gestellt, um die Levels mittels größtmöglicher Zerstörung richtig schön zwangszuevakuieren und ordentlich Platz zu machen. Eckt der Transport irgendwo an, explodiert er und dann ... ist erst recht alles im Arsch. (Fragt nicht. Mir fällt's nach 15 Jahren selbst gerade zum ersten Mal auf. XD Aber ich schätze, dass man als Spieler zumindest etwas weniger Schaden anrichtet, als eine Nuklearexplosion. Das dürfte Rechtfertigung genug sein. ^^) Ab und zu müssen auch Kisten verschoben, Kräne, Schiffe und Züge bewegt werden, wodurch man Fahrbahnunterbrechungen beseitigt, damit die Fracht weiter truckin' keepen kann.

Lange vor "Minecraft" war "Blast Corps." DAS Spiel für Leute, die früher immer gerne die Sandburgen anderer Kinder zertrampelt haben. Wenn man die Levels einmal durch hat, lassen sie sich erneut besuchen - entweder um die Bestzeiten für die Räumung des Weges zu schlagen oder innerhalb eines Zeitlimits ALLES zu zerstören. Für Gold- und Platinmedaillenjäger gab's sogar Herausforderungen auf anderen Planeten, die die Aufgaben mit unterschiedlichen Schwerkraftverhältnissen erschwerten. Mein verhasstestes Lieblingsfahrzeug, bzw. liebstes Hassfahrzeug war der Muldenkipper, mit dessen wuchtiger Ladefläche man in die Hindernisse driften musste, um sie wegzumachen. Klingt verrückt oder?
Ihr so: "HAHA! Driften ... mit einem Muldenkipper, pff ... HA!"
Und ich so: "Ja ... auf dem Mond, Bitches. :D"
Und ihr dann nur so: "What?!O.O"
Mich verbindet mit dem Teil eine echte Hassliebe. Ich hab's so lange gehasst, bis ich damit umgehen konnte. Danach habe ich es geliebt, weil ich, bis ich damit umgehen konnte, so viel Zeit mit dem scheiß Teil verbracht hatte, um endlich zu lernen,  es zu beherrschen. ^^
Oh ja, das waren noch Zeiten, als RARE ausnahmslos mit spaßigen Qualitätsspielen zu den besten der Branche gehörte. "Blast Corps." ist eines der klassischen Goldstücke, die wirklich ein Remake verdient hätten. Es hat sich damals eigentlich prima verkauft, aber seitdem wurde es von der Industrie "vergessen" und spukt nurnoch in den Köpfen und Konsolenschächten der Leute rum, die es schon damals gespielt haben - wirklich schade. Wenigstens das Konzept könnte ruhig mal wieder vorgeholt werden. Ein Multiplayer für CoOp-Spiele in der Kampagne und kompetitive Zerstörungswut in den Herausforderungen wäre bei einer Neuauflage eine wirklich feine Sache - nur so ein Gedanke. :)

Oddworld (PlayStation, PC)

Weiter geht's mit spitzenmäßigen Solo-Spielen. Jetzt mach' ich sogar noch einen weiteren technischen Schritt zurück, nach 2D-Land.
Es herrscht Fleischknappheit.
Putzsklave ... Reinigungsfachkraft Abe muss flüchten und dabei auch seine Mudokon-Mitarbeiter retten, bevor sie zu Munchies verarbeitet werden. Die Spiele werden in einer seitlichen 2D-Ansicht gespielt und erinnern daher an traditionelle Jump'n'Runs, wobei die Bildschirme jedoch nicht mitscrollen, wie etwa bei Super Mario, sondern umschalten, sobald man über den Bildschirmrand hinaustritt. Verschiedene Bereiche sind in mehrere Screens unterteilt, in denen es zusammenhängende Rätsel und Geschicklichkeitsaufgaben zu erledigen gibt, um in den nächsten Abschnitt zu kommen.
Eine von Abes Schlüsselfertigkeiten ist, dass er sich geistig in das Wachpersonal und andere Fauna des Planeten hineinversetzen kann, wodurch sie sich kurzzeitig steuern lassen, was für viele der Rätsel wichtig ist. Mit ihnen lassen sich z.B. Fallen auszulösen und Schalter umlegen, an die man sonst nicht rankäme. Nebenbei gilt es, Abes Kollegen zu retten. Man kann sie auch einfach ihrem Schicksal überlassen oder gar absichtlich in den Tod schicken, nur muss man sich dann eben auf ein schlechtes Ending gefasst machen.

Solche verhältnismäßig einfach gehaltenen, aber liebevoll designten Spiele, mit derartig viel Charme und (bösem) Humor dahinter, findet man heute meistens nurnoch im Indie-Sektor, wenn überhaupt. Ich glaube, ich kenne niemanden, der "Oddworld" nicht mag. Meine Lieblingspassagen, waren die Schnelligkeits-/Reaktionsabschnitte des ersten Teils, "Abe's Oddysee". In ihnen wurde man von Scrabs, bzw. Paramytes gejagt und musste im Trial & Error-Verfahren die kommenden Screens auswendig lernen, damit man möglichst schnell durchkam und nicht als Futter für die Viecher endete.
Leider hat die Serie damals mit "Munch's Oddysee" den Sprung in die 3. Dimension nicht gut überstanden. Die guten Ideen und der Witz blieben erhalten, allerdings hat man den Schwierigkeitsgrad und den Spielumfang irgendwo unterwegs verloren. Und "Stranger's Wrath" war zwar nett, aber leider nicht mehr, als ein Spiel, das man um eine einzige, winzige Idee gesponnen hat, die jedoch unzureichend genutzt/ausgebaut wurde, während der Rest des Spiels im Durchschnittstümpel einsank ... und es war ebenfalls viel zu kurz. :/

Eternal Darkness - Sanity'S Requiem (GameCube)

Eines der wenigen Horrorspiele, die es damals für Nintendokonsolen gab, und eines DER Kultspiele des Genres überhaupt.
Alexandra Roivas Großvater wurde ermordet.
Sie begibt sich zu seinem Anwesen, um die Leiche zu identifizieren, findet dort allerdings heraus, dass die Polizei bei den Ermittlungen feststeckt - kein Täter, kein Motiv, nichts. Alex stöbert also ein wenig herum und findet im Arbeitszimmer ein dickes Buch, das "Tome of Eternal Darkness". Den dazugehörigen Notizen ihres Großvaters entnimmt sie, dass das Buch von den alten Römern in Ägypten ausgegraben wurde und seitdem jeder, der es berührt, der Finsternis verfallen ist. Wäre ja nicht so schlimm, wäre es nicht schon seit hunderten von Jahren in Familienbesitz der Roivas-Blutlinie, deren tragische Vergangenheit von Alex Großvater näher untersucht wurde. Über die Dauer des Spiels verfolgt man die Reise des Buches, bis zu dem Zeitpunkt, als es schließlich auf seinem Schreibtisch lag, und übernimmt dabei in diversen zeitliche Epochen verschiedene Rollen von Menschen, die mit dem Buch zu tun hatten.
[Denkt euch hier bitte einen gruseligen Trailer zusammen.
So ziemlich alles, woran ihr denken könnt, kann nur besser sein, als das,
was damals gezeigt wurde. Denn wir schrieben ca. das Jahr
5 b.YT (bevor YouTube) - eine Zeit, noch vor zugkräftigen Internetkampagnen,
in der ein Trailer zwar seit Jahrzehnten ein Muss darstellte,
aber noch immer nicht wirklich als wirkungsvolles und
ernstzunehmendes Werbeinstrument anerkannt gewesen zu sein scheint.
Zumindest wirkt es immer so, wenn man sich alte Trailer ansieht. X'D]
"Eternal Darkness" ist dafür bekannt und beliebt, dass es keinen Anzeigebalken für die körperliche Gesundheit gibt. Stattdessen hat man das sogenannte Psychometer, das die psychische Verfassung der Charaktere misst. Es sinkt besonders stark bei direktem Augenkontakt mit den Monstern der Finsternis, wodurch die Figuren nach und nach ihren Verstand verlieren. So beginnen mit der Zeit die Wände zu bluten, die Umgebung dreht sich, man hört Kindschreie aus dem Off. Als nächstes kann es vorkommen, dass der Spielcharakter Flashbacks erleidet, in denen ihm z.B. diverse Körperteile abfallen. Doch auch der Spieler selbst bleibt nicht verschont. Auf außerordentlich niedrigem Psycho-Stand gaukelt das Spiel einem eine formatierte Memory Card vor oder dreht die Lautstärke runter, so als würde sich der Fernseher selbstständig machen.
Gute Story, spannende Präsentation, tolle Atmosphäre, spitzenmäßige Mindfucks. Großartig. :D

House of the Dead: Overkill (Wii, PS3, Xbox 360)

... ist wohl unter den Spielen mit dem höchsten "Fuck!"-Count/Minute der Videospielgeschichte. X'D
"Overkill" bedient sich des 70er-Jahre Grindhouse-Stils, inkl. schmutzigsten Charakteren, noch schmutzigerer Sprache, einem haarsträubenden Irrwitz einer Geschichte und fehlender oder abbrennender "Filmrollen". Es begleitet buddymovie-tapisch einen Cop und einen Federal Agent, die sich zusammengetan haben, um sich der Zombiapokalypse zu stellen, ihr auf den Grund zu gehen und sie zu beenden. Wie üblich für die "House of the Dead"-Serie gilt es, auf dem Weg durch die automatisch ablaufenden Level viele, viele Zombies zu entsorgen. Für jeden Kill gibt es Punkte, die sich im Menü in Waffenupgrades umtauschen lassen.

Ich hab' schon so einiges gespielt, aber als Freund von gut gemachtem Trash ist DAS ohne Zweifel eines der dreckigsten, witzigsten, kurzweiligsten Spiele, die ich kenne. ^^
Besonderes Feature: Sobald man es einmal durchgespielt hat, lassen sich nicht nur die Upgrades ins "New Game +" übernehmen, sondern man kann auch den "Dual Wield"-Modus aktivieren. Dadurch übernimmt ein Spieler die Kontrolle über zwei (!) Motion Control-Fernbedienungen = zwei Waffen gleichzeitig. Hierbei gibt's Bonuspunkte, sobald man Zombies im "Gangster Style", also mit schräg oder gar überkkreuzt gehaltenen Knarren, durchlöchert.
Ich wurde wunderbarstens von "House of the Dead: Overkill" unterhalten, doch, wie es das Genre so an sich hat, eben nicht sonderlich lange am Stück. Kurz zwischendurch macht's jedoch immerwieder Spaß.

So, das war's vorerst wiedermal von mir. Teil IV ist zwar schon in Vorbereitung, da einem naturgemäß immer mehr vernachlässigte Schätze einfallen, je mehr man drüber nachdenkt. Weil sich aber meine Schreiblaune in letzter Zeit stark in Grenzen hält, wird's sicher wieder etwas dauern. :)

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