S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): Roadtrip
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

Samstag, 6. Dezember 2014

Roadtrip

Grand Theft Sound

Schon seit einiger Zeit will ich ein Kapitel vor allem dem Soundtrack einer der, wie ich finde, besten Spielserien überhaupt widmen, "GTA".
Es geht mir hierbei eher um die weitestgehend unbekannteren Songs und Stücke, die größtenteils erst durch die Spiele einen höheren Bekanntheitsgrad bei uns erreicht haben und gerade deswegen für mich einen wesentlichen Bestandteil des typischen GTA-Feelings ausmachen. Außerdem beschränke ich mich hierbei auf Teil 4 & 5, IV & V (oder "if"/"i-fau", bzw. "fau", wie sie von so mancher Kundschaft früher oft genannt wurden und auch sicher noch genannt werden ... Scheiße bin ich froh, dass ich damit nichtsmehr zu tun habe. Nach nicht ganz 3 Jahren hinter dem Kassenthresen könnte ich schon ein Buch über die Dummheit der Leute füllen. -.-° Aber fuck it, ist mir nur eben grade dazu eingefallen.). III, "Vice City" und "San Andreas" würden sich zwar ebenfalls anbieten, doch die meisten Songs aus den Playlists dieser Spiele sind zumindest Kindern der 80er & 90er ohnehin weitreichend bekannt, und es kommt auch so schon genug zusammen. ^^


Die Radioprogramme in den GTA-Spielen waren immer schon eine Klasse für sich. Ab "GTA III" begann der Soundtrack noch mehr zur Atmosphäre der Spiele beizutragen und diese zu verdichten, sei es nun der überdrehte Freak-Anteil, dreckige Gangster-Part oder die Melancholie von Stahlbeton-Großstädten.
Doch mit "San Andreas" ist ein mir sehr wichtiger Punkt dazugekommen, der die musikalische Untermalung noch weiter hervorhebt: ausgeprägte Fahrten über Highways und Landstraßen.
Sie lassen einen kurz abschalten und einem die Komplexität und Genialität der Spiele erst so richtig klar werden. Man weiß, dass ein Spiel genug zu bieten hat, wenn sogar der Zwischenortschaftliche Leerlauf nicht störend auffällt, sondern das Erlebnis sogar noch erweitert und vertieft. Außerdem ist es ja nicht so, als gäbe es in der Zwischenzeit nichts zu tun oder zu sehen. (Ähnlich verhält es sich natürlich auch mit anderen gut gemachten Open World-/Sandbox-Spielen, wie z.B. "Skyrim" oder "Fallout 3".) Man möchte die langen Wege nichtmehr missen. Ohne sie wäre es nur das halbe Spiel. Zwar würde man sein Leben nicht mit dem der Charaktere tauschen wollen, doch fühlt man trotz des Statuses eines virtuellen Staatsfeindes #1 manchmal nichts als Freiheit und Sorglosigkeit. Bei Schlafstörungen ist es ebenfalls äußerst erholsam, einfach nur ein wenig sinnlos in der Gegend rumzucruisen, um dem Mindfuck entgegenzuwirken.
In "GTA V" hat das alles momentan seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Durch die Größe der Spielwelt dauert es einige Minuten, bis man einmal von A zu B, am anderen Ende der Karte, gefahren/geflogen ist. Ich genieße es, egal, ob ich nun mit der Morgensonne im Gesicht zum Alamo Sea, dem Sonnenuntergang entgegen nach Downtown Los Santos oder mitten in der Nacht in den Vierteln rundherum unterwegs bin.
Es folgt eine kleine Auswahl an Songs und Tracks, die mir während solcher Entspannungsausflüge besonders aufgefallen sind und die in diverse Stimmungen besser nicht passen könnten.



"Yadnus" (Still Going to the Roadhouse Mix) - !!!
Netter Track für ausgedehnte Nachtfahrten über den Highway.

"Boxer" - Crookers feat. Nic Sarno
Solider Elektrodance. Kommt immer gut. ^^

"Sleep is Impossible" - Deluka
Bei catchy Poprock oder generell Rock mit guter Frauenstimme tu' ich mir teilweise echt schwer es nicht zu mögen. Bei mir gibt's da fast schon sowas wie ein "Instant +1" bloß weil es überhaupt existiert. (Nico Vega, "Beast of America" aus "Bioshock Infinte", anyone?) Aber es passt ja thematisch so schön zu den Spielen. Sleep is eben meistens ziemlich impossible, wenn man an einem "GTA" sitzt ... aber man würd's auch nicht anders haben wollen. :D

"Vagabond" - Greenskeepers
Wieder einer dieser Cruiser-Songs. Und "came a long way to see you, now I wish you were dead" trifft in den Spielen ja praktisch immer zu.

"Jasmine" - Jai Paul
Vangelis ... das ist so ziemlich das Einzige, was mir zum Intro einfällt, bevor es in die funkige Richtung a'la Daft Punk und DaTA geht.

"Inside the Cage" (David Gilmore Girls Remix) - Juliette and the Licks
Nochmal einer dieser gemütlichen "dem Sonnenuntergang und der Großstadt entgegen" Highwaydrifter-Tracks.

"Testarossa" (SebastiAn Remix) - Kavinsky
Französicher Elektropop (Daft Punk). Da weiß man, was man kriegt. :)

"A Bit of an Awkward Situation" - Tangerine Dream
Langsam, böse, prägnant. Hat etwas von Audioslave, mit einem Synth-Finish, das sehr an z.B. DaTA und - ja, schon wieder - Daft Punk erinnert (auch wenn's wohl eher umgekehrt ist, da es Tangerine Dream bereits um einiges länger gibt. Und ja, ich weiß, dass ich nicht alles mit Daft Punk und DaTA vergleichen sollte, aber es sind nunmal die beiden Gruppen/Projekte, die mir in dem Genre am ehesten bekannt sind. Außerdem orientiert sich sowieso die halbe Szene an diversen, meistens französischen Pionieren der elektronischen Musik, wodurch dann viele nunmal sehr ähnlich klingen.). Genau das Richtige, wenn man grade ohne zurückzublicken von einer Explosion weggeht und in nächtliche Großstadtstraßen verschwindet. ^^

"(Sounds Kind of) Fruity" - Tangerine Dream
Fuck, wie ich auf solche Synthtracks stehe. Dabei schwimmt einfach immer ein Hauch "Blade Runner" mit. Und ich glaube, es dürfte vielen bekannt sein, wie sehr ich den Film liebe.

"Homicide" (999 Cover) - The Prairie Cartel
Passt immer! XD
Macht auf der Straße schon Stimmung für das, was es am Ende des Weges zu tun gibt. Und wer steht nicht auf groovigen Bass mit einem soliden Beat dahinter?

"Mayday" - UNKLE feat. The Duke Spirit
Der Song gehört für mich einfach zur Wüste um den Alamo See dazu und ist geistig untrennbar damit verbunden.

"Life of Crime" - Weirdos
Passend für das schnelle Chaos auf relativ kurzen Wegen durch die Stadt.

"Don't Come Close" - Yeasayer
Der Song hat's mir, warum auch immer, ganz besonders angetan. Der Sound, die Stimme, der Gesangsrythmus ... die Mischug hat mich einfach gefangen. Die Lyrics schlagen auch relativ nahe von Zu Hause ein. (Kann man das im Deutschen überhaupt sagen? Ich meine, wenn man "xy hit close to home" 1:1 übersetzt. Hab's noch nie vernommen, dass das jemand auf Deutsch benutzt. Egal, es macht Sinn, also why the fuck not?)
Don't come close
I don't want you to see my face, my face
You go away, I work so hard
I don't have time to start all over
I'd like to be

Leave you without feeling bad
I'd leave you with the knowledge that

Most, most people would release you
Most, most people don't change they only get old
So, if I let you back in close
Will you hurt me?

In all your life
You'll never live down what you can't forget, so forget it
Flicking away the gnats and flies
Bringing disease to the surface
Ouch I must be

Sharper than your average man
Tell me honey what's the plan?

Most, most people would release you
Most, most people don't change they only get old
So, if I let you back in close
Will you hurt me?

Don't come close, she said
I'd never stoop so low

I'm gonna need some telling me you want me
I can't hear you so take some time to think about it

BONUS ROUND:

Beim Herumstöbern für diesen Blogeintrag bin ich mehr oder weniger zwangsläufig wieder auf ein paar Schätze aus der Vogelperspektiven-Ära Ende der 90er gestoßen, in der "GTA" praktisch noch als Geheimtipp der Szene galt. Die will ich euch natürlich nicht vorenthalten. Damals hatten's mir inmitten der komprimierten Madness, der auf jeweils 12 Minuten beschränkten Radioprogramme, vorwiegend diese beiden Nummern angetan:
"Taxi Drivers" - Bula Mutari


"The Diner" - Tammy Boness & The Swingin' Mammaries (Julie Wemyss; Conor & Jay production)

Ich könnte hier wahrscheinlich noch seitenweise über das Radio und seine Funktion in der satirischen Persiflage schreiben, die sich "Grand Theft Auto" nennt und oft so schmerzhaft nahe an der Realität der Dinge dran ist, dass einem schon fast nichts anderes ürbig bleibt, als darüber zu lachen, weil man an der Stupidität sonst zerbrechen würde. (Generell finde ich, dass die Medien in "GTA" nicht wirklich eine überspitzte Darstellung derer der realen Welt bieten, sondern vielmehr eine sinngemäß übersetzte, ehrliche und direkte Variante davon, die ich um ein Vielfaches angenehmer empfinde.) Immerhin bildet es gemeinsam mit den Trash talkenden Moderatoren und den herrlich unterhaltsamen Werbeeinblendungen eine der Hauptattraktionen der Spiele. Und vielleicht mache ich das auch irgendwann noch. Aber hier und jetzt ging's mir mal nur um die Musik.

PS an alle GEMA-Geschädigten:

Als Österreicher kann ich leider nicht überprüfen, ob die Videos bei euch funktionieren. Die Wahrscheinlichkeit ist allerdings nicht grade niedrig, dass sie das nicht tun. Glücklicherweise gibt's ja auch andere Möglichkeiten, um in die Songs reinzuhören. ;)

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