S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): Therapie-Journeyal #0
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

Montag, 15. Dezember 2014

Therapie-Journeyal #0

*BÄM* ab Mittwoch ist es dann plötzlich schon so weit:
Ich werde mir aus erster Hand ankucken, wie eine Therapie gegen Depressionen hier in meinem Bezirk aussieht und wie sowas (bei mir) wirkt (oder auch nicht).

Das ging ja fix.
Erst hieß es Anfang/Mitte März, dann war der 20. Januar im Gespräch, und heute kommt plötzlich der Anruf, dass es diese Woche schon losgeht. Da scheinen ja einige keinen Bock zu haben, ihre Feiertagsdepressionen in der Anstalt auszuleben, und haben dementsprechend ihre Termine abgesagt. Seltsam, dass sie da erst eine Woche vorher draufkommen, aber sei's drum.
Bin gespannt, was da auf mich zukommt. Soweit ich weiß sind die Tage dort relativ vollgepackt mit jeder Menge therapeutischen Maßnahmen. Wird sicher die erste Zeit verdammt anstrengend, wiedermal so viel zu tun zu haben und dazu "angetrieben" zu werden. Aber das wird sich alles noch rausstellen. Wirklich angenehm ist es jetzt auch nicht, während ich noch immer weitestgehend nichtstuend rumsitze und meine Zeit im Netz rumbiege.
Ich komm' aus dem Stimmungstief nicht raus. In den letzten 2-3 Wochen wurde es wieder "etwas" schlimmer. Irgendwas hat mich dann heute gepackt, wodurch ich zum Psychologen aufgebrochen bin und mir die Dosis für die Antidepressiva (Wellbutrin; 150mg) auf nun 300mg erhöhen habe lassen. Gleichzeitig habe ich mir auch ein anderes Mittel als Einschlafhilfe geholt. Diese verdammten Trittico (150mg, also eine ganze, weil sonst wirkt's bei mir nicht) schlagen bei mir am nächsten Tag mit sämtlichen Nebenwirkungen ein. Von deutlicher Benommenheit, über Ziehen in den Gelenken, bis hin zu Hand-Augen-Koordinationsstörungen, Muskelschwäche und gelegentlichem Schwindelgefühl war alles dabei. Darum hab' ich die im Laufe des letzten Monats auch wirklich nur genommen, wenn's Einschlafen wirklich nicht anders ging. Ein paar Leute hier, die die Dinger auch kennen, meinten, dass man sich dran gewöhnt und die Nebenwirkung mit der Zeit meistens verschwinden, wenn man sie regelmäßig nimmt. Aber HALLO?! An so'nen Scheiß will ich mich erst gar nicht gewöhnen!
Außerdem sind hier im Wohnheim sowieso ein paar (angeblich inzwischen Ex-)Junkies unterwegs, von denen man dahingehend ganz bestimmt keine Ratschläge annehmen sollte. Wenn die wüssten, was sie tun, wären sie schließlich nicht hier, um auf ihren x-vielten Entzugsversuch zu warten. Was sie wie lange spüren oder nicht variiert bei denen ja auch ziemlich stark. Außerdem kennt einer davon nichtmal gutes von schlechtem Gras auseinander ... der merkt selbst nichtmal, wenn's noch feucht is', raucht das Zeug aber schon jahrelang und schwärmt immer von der Qualität. Verdammt sogar ICH weiß, dass er sich nur Schrott anschafft. -.-°

Aber egal. Jedenfalls habe ich vor, hier nun wieder etwas mehr und regelmäßiger über den Alltag, meine möglichen Fort- und eventuellen Rückschritte während meiner Reise durch die Therapie zu schreiben. Ein Journal meiner Journey, also ein Journeyal ... Journaley? óO ... ne, ich bleib' beim Ersten. ^^

Da die Ortschaft und die Anstalt/das Landesklinikum Mauer heißt, und ich deshalb sozusagen "zur Wall" muss, ist mir in dem Zusammenhang eine Abwandlung des Schwurs der Night's Watch aus "A Song of Ice and Fire", repsektive "Game of Thrones" eingefallen. :D



Mal sehen, in wie weit sich das auch umsetzen lässt.

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