S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): VdsplHghlghts IV
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

Sonntag, 14. Dezember 2014

VdsplHghlghts IV

[So lang hat's nun doch nicht gedauert. ^^]
Sucht man nur gut/lange genug, findet sich immer Staub in den Händlerregalen. Und wenn man den Staub wegwischt, sind nicht selten einige Spiele darunter versteckt, die niemand, oder eben vergleichsweise selten jemand haben wollte. Eine Hand voll davon ist sogar richtig gut, und man fragt sich, warum die da unten rumvergammeln.
Zum Beispiel ...

Extreme G & XG2 (N64)

"F-Zero" hat zwar futuristische Arcade Racer nicht erfunden, doch war es wohl das erste wirklich kommerziel Erfolgreiche Spiel seiner Art. Mit "Mario Kart" brachte Nintendo später auch noch Fun Racer, und damit Angriff- und Verteidigungswaffen ins Gespräch. Ein paar Jahre später kombinierte Sony die Beiden in "wipEout" und hatte großen Erfolg damit. Außerdem polierte es das ohnehin schon coole Image der Konsole noch zusätzlich auf. Logisch also, dass es nicht lange dauerte, bis eine Nintendokonsole ebenfalls ein Gegenstück dazu spendiert bekam.
Das Ergebnis waren 2 meiner absoluten Lieblingsspiele auf dem N64.
Ich verbrachte unzählige Stunden damit, die Feinheiten und Abkürzungen der Strecken kennenzulernen, alle Bikes freizuspielen  und Bestzeiten zu schlagen.
Teil 1 wurde dabei zwar noch vom typischen, technikbedingten N64-Nebel geplagt, der sowas wie eine Weitsicht bereits im Keim erstickte, hatte dafür aber den besseren Soundtrack (sofern man auf Techno steht). Die Jungle-, bzw. überhaupt sehr D'n'B-lastige Tracklist von "XG2" sagte mir nicht so zu, jedoch wurde an der Grafik- und Effektschraube gedreht, es gab mehr, noch aberwitzigerere Strecken und ein ausgefeilteres Waffensystem. (Besonders angetan hatte es mir in "XG2" die Frauenstimme des "Bordcomputers", die die Ansagen für Starts, Platzierungen und die Waffen übernahm. Ich steh' eben  auf sowas. :3) Oh, wie habe ich die beiden Spiele geliebt! Noch heute wünsche ich mir jedes Mal ein N64-Pad in die Hand, sobald ich Gamplay-Videos sehe und/oder den Soundtrack höre - ob's Teil 1 oder 2 zum Zocken gibt, wäre mir dabei ziemlich egal. :D

"XG III" für PS2 und GameCube kann man noch gelten lassen, aber spätestens mit "XGRA - Extreme G Racing Association" war die Luft aus der Serie definitiv raus. Anstatt sich auf die Strecken, die Bikes, die Waffen, den Soundtrack, den allgemeinen Umfang und Spielspaß zu konzentrieren, wurde einem Karrieremodus immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Design und Steuerung ließen ebenfalls zu wünschen übrig. Es gab nichtsmehr, das die Vorgänger nicht schon besser gemacht hatten, und somit blieb einem kein Grund, sich den Nachfolger zu kaufen. Ähnlich erging es der Turok-Serie (ebenfalls von Akklaim). Aus heutiger Sicht scheint's mir so, als hätte sich die Firma immer auf die falschen Details konzentriert und diese ausgebaut, wodurch sie sich ihr eigenes Grab schaufelten. Nun ist es sehr schade um zwei ehemals gute Franchises, die gemeinsam mit dem Entwicklerstudio untergingen. Ich persönliche finde "Extreme G" und "XG2" allerdings noch immer um Welten besser als die "wipEout"-Serie. Vor allem wahrscheinlich deswegen, weil ich mit den permanent slidenden Sony-Gleitern steuerungstechnisch nie wirklich warm geworden bin, obwohl mir die Spiele vom Style her immer gut gefallen hätten.
Inzwischen ist es leider so, dass solche Spiele generell keinen sonderlich großen Anklang mehr zu finden scheinen. Außer "Mario Kart" selbst gibt es auf dem Markt dahingehend schon länger nichts ähnliches mehr, was in eine weniger niedliche Richtung geht. Sogar das letzte "F-Zero" ist bereits 10 Jahre alt, und gerademal Sony wärmt ab und an "wipEout" noch ein wenig auf. Wenn dann doch mal was Neues kommt, wird es wie "Blur" mit Nichtachtung gestraft und lebt lediglich durch seinen Kultstatus ein unwürdiges Schattendasein. Tja, ...
...
PS (weil's mir gerade erst auffällt): Das Cover und das Logo vom ersten "Extreme G" is' ja wirklich sehr, sehr mies ... also so richtig, richtig scheiß schlecht. :'D
Wär' ich damals nicht erst 14 gewesen, hätte ich's vielleicht auch nicht gekauft. X'D

Space Channel 5 (Dreamcast, PlayStation 2)

Mitte/Ende der 90er erfreute sich ein kleines Nischen-Genre reger Beliebtheit auf den Konsolen: Musik-Reaktionsspiele.
"Parappa the Rapper" setzte einen wichtigen Grundstein für etwas, das später, nach "Um Jammer Lammy", "Vib Ribbon", "Frequenzy" und "Amplitude", in "Guitar Hero" und "Rockband" gipfelte und sich praktisch zu einer kleinen Subindustrie weiterentwickelte, die kurz darauf durch einen übersättigten Markt einbrach und nun wieder zurück in der Nische angekommen ist. (Ich lasse Spiele wie "Rez" und "Child of Eden" bewusst weg, da die Musik in diesen Titeln zwar ein wichtiger atmosphärischer Bestandteil ist, aber das eigentliche Gameplay nicht beeinflusst oder gar bestimmt.) Eines kleines Glanzlicht des seltsamen Genres mit den durchgehend eigensinnigen Spielen ist ohne Zweifel "Space Channel 5".
Überall finden Angriffe der Morolianer statt - eine außerirdische Rasse, die mit ihren Energiestrahlen Menschen zum Tanzen zwingt. Ulala ist Reporterin für Space Channel 5 und wird losgeschickt, um vor Ort zu berichten. Dabei befreit sie nach und nach die Geiseln der Morolianer und setzt sich gegen Reporter konkurierender Sender in kleinen Dance-Offs zur Wehr.
Kitsch in Reinform. X'D
Stellt euch vor, Austin Powers wäre König der Welt und in 500 Jahren noch immer eine der einflussreichsten Personen, die jemals gelebt hat - DAS ist die Zukunft, in der "Space Channel 5" spielt. Angefangen beim Design, weiter über die Tanzschritte, bis hin zum Sound treffen die swingenden 60er auf die funkigen 70er.
Zu den größten Minuspunkten des Spiels zählen der sehr geringe Spielumfang von gerademal ein paar Stunden und der mindestens genauso niedrige Wiederspielwert, da es außer ein paar zu schlagenden Highscores und freispielbaren Kostümen für Ulala sonst praktisch nichts zu tun gibt. Trotzdem ist's einer der Titel, die für mich in die Sammlung gehören, einfach weil's so schön abgedreht ist. ^^

Psychonauts (PlayStation 2, Xbox, PC, XBLA, PSN u.a.)

Apropos "abgedreht": Ich bleib' mal kurz in der ausgefreakten Ecke der Branche ... und damit meine ich den richtig crazy Shit. ;) XD
Bei Tim Schafer und seinem Double Fine Studios denkt man an "Day of the Tentacle", "Grim Fandango" oder gerne auch an "Brütal Legend", dabei wird "Psychonauts" mindestens genauso oft von der Fachpresse erwähnt und von Fans empfohlen.
Raz will ein echter Psychonaut werden.
Darum schummelt er sich ins Whispering Rock Ferienlager für psychisch begabte Kinder, das von der Regierung als Front für die Entdeckung und Ausbildung von Talenten betrieben wird. Raz muss nach und nach den Verstand seiner Mitschüler und anderer Leute erforschen, die meistens von einem nocht sofort ersichtlichen psychologischen Problem geplagt werden. Man arbeitet sich in bester Action-Adventure-/Jump'n'Run-Manier immer tiefer in den Geist vor, hilft den Charakteren, ihre psychischen Blockaden zu überkommen, und steht schließlich dem Boss gegenüber, der oft den Ursprung des Leids darstellt. Außerdem erfährt Raz von der geheimnisvollen Vergangenheit des Lagerortes und was die Regierung wirklich mit den Kindern vorhat.
Designtechnisch hätte es Tim Burton nicht besser machen können, doch das sind dann auch schon die einzigen Parallelen, die man findet. (BaDum Tsss) Einfach alles an "Psychonauts" versprüht einen ähnlichen verzerrten und verbogenen Charme wie einige seiner älteren Filme, insbesondere das Jenseits aus "Beetlejuice". Alleine diese Art, der gerade deswegen so wundervoll passenden Darstellung des Bewusstseins der Leute, spielt einem manchen visuellen Streich. Ab und zu müssen allerdings genau solche optischen Tricksereien dazu genutzt werden, um im Spiel voranzukommen. Zusätzlich fügen sich die in Spielgrafik gehaltenen Videosequenzen so gut in den Rest ein, dass man sich manchmal schwer tut, einen Unterschied zu erkennen, und es vorkommen kann, dass man Raz dadurch beispielsweise eine Weile unnütz in einem Testbild rumstehen lässt. XD
Und auch sonst macht das Spiel sehr vieles richtig. Neben der Optik und dem Gameplay weiß vor allem der teilweise etwas dunkle Humor zu begeistern. Doch es wollte sich von Anfang an irgendwie nicht in den Köpfen der Leute festsetzen und konnte nicht die Erfolge feiern, die es verdient gehabt hätte. Leider ist's oft so mit den Besten Titeln ihrer jeweiligen Genres. ("Beyond Good & Evil" ... da presst Ubisoft lieber jedes Jahr ein "Assassin's Creed" raus, anstatt wiedermal was sinnvolles zu machen. -.-)

Tales of Vesperia (Xbox 360)

[Caution: Fanboy mode "0V3RDR1VE!!1!"]

DAS (!!!) J-RPG für die 360. Punkt!
Story, Charaktere, Atmosphäre, Design, Grafik, Sound, Steuerung, Kampfsystem, Einstellungsoptionen, Übersicht, Balance, Spielumfang - es stimmt ALLES! 
... auch ALLES, was ich nicht aufgezählt hab'! Und die Videosequenzen vom Animationsstudio Production I.G. ("Ghost in the Shell", "Blood - The Last Vampire", "Pokémon Black", "Kill Bill Vol. 1") sind sowieso über jeden Zweifel erhaben. Davor hatte ich schon seit einer gefühlten Ewigkeit kein so rundum stimmiges JRPG-Gesamtpaket mehr gespielt, an dem es so dermaßen wenig auszusetzen gab, dass man wirklich schon meckern wollen MUSSTE, um überhaupt was zu finden, worüber man meckern hätte können. Gradioses Spiel! Mag ich ganz doll. :3
Ganz viel für "Tales of Vesperia".
Mehr gibt's dazu eigentlich nicht zu sagen ... außer vielleicht, dass Namco Bandai für die geringe verkaufte Stückzahl teilweise selbst verantwortlich ist. Die produzierte und ausgelieferte Menge war nämlich auch nicht unbedingt hoch, was das Spiel, zumindest auf der 360, schon ab Release künstlich zu einer Seltenheit machte. Viele Leute griffen dann eben zu "Star Ocean 4" oder "Final Fantasy XIII". :/
[Fanboy mode back to "moderate".]

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