S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): Journeyal #13
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

Samstag, 10. Januar 2015

Journeyal #13

Dienstag, 06. Januar 2015, 11:09 Uhr
Na toll. Hab' ich gestern beim Einkaufen doch beinhart vergessen Guthaben für's Internet zu kaufen. Nächste Gelegenheit ist erst am Freitag. -.-
Ansonsten gibt’s ja sooo furchtbar viel zu tun hier an der Wall. Mit dem Tierdienst bin ich für heute schon fertig. Zwar könnte ich mir endlich das Christmas Special von „Doctor Who“ ansehen, doch freut mich selbst das nicht, seitdem ich weiß, dass Clara bis Mitte der 9. Staffel dabei sein wird. So ein Fuck. Die Story und der Charakter waren so vielversprechend und hatten so viel Potential, das leider nur angekratzt wurde. Jetzt wurde sie im Endeffekt zu einer zweiten Amy in dem Sinn, dass sie mir die Serie vermiest, solange sie mitmacht.

Dizo ist der Neue, und dementsprechend wurde er in der Gruppe gestern von Dr. Buscemi und Mag. Mask etwas ausgefragt. Fuck, war das anstrengend, dem Mann zuzuhören. Der scheint wirklich rein gar nichts über sich selbst zu wissen. Fähigkeit zur Selbstreflektion = 0. Beinahe auf jede Frage war nue ein: „Ja, pff, nö, vielleicht. Keine Ahnung, weiß ich nicht.“, zu hören. Das ging um die 30 – 45 Minuten so, bis Dr. Buscemi endlich den herauslesbaren Teil seiner Problematik mit ein paar einfachen Worten abschließend zusammenfasste.
Und zwar mit einem Satz, der mir schon 10 Min. früher eingefallen war. Verschwendete Zeit, ohne auch nur die geringste verwertbare Information für mich. Klar, es geht nicht nur um mich. Deshalb heißt's ja auch GRUPPENtherapie. Aber ich habe eben noch nicht das Gefühl, als würde mir dieses Gequatsche überhaupt etwas bringen. Dadurch geht mir jedes vergeudetes verstärkt auf die Nerven. Zusätzlich auch noch immer diese elendig langen Pausen von Mask, nachdem jemand was gesagt hat.

Was außerdem beginnt, mich an Dizo immens zu stören, ist seine überzogene Herumächzerei und -stöhnerei, wenn er zur Tür reinkommt, weil er vom Treppensteigen außer Puste ist. Unser Zimmer ist grademal im 2. Stock und so fett bist du nicht. Get fucking over it. -.-

17:29 Uhr
Die Viecher gewöhnen sich schnell an mich. Ein paar Hasen kommen teilweise sogar schon auf mich zugehoppelt, und der Rest flüchtet zumindest nichtmehr so schnell, wenn ich mich nähere.
Glücklicherweise viel mir auch noch ein, dass ich ja bereits stundenweisen Ausgang unter der Woche bekomme. Kann also immerhin "Internet kaufen".
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Donnerstag, 08. Januar 2015, 17:59 Uhr
Bluäch. -.-... aber dazu später.
Gestern fand endlich mal das erste Gespräch mit meiner Therapeutin Frau Alternative (rote Haare; eine taillierte Lederweste, die mit den Schnallen sehr an eine Corsage erinnerte; tolle Beine in rankengemusterten Strumpfhosen; halbhohe Rauhlederstiefel) statt. Sie gab vor, über meinen Zustand nicht allzu viel zu wissen, und darum fingen wir eben bei 0 an - schon wieder. Dafür ließ sich aber sehr gut mit ihr reden. Eines ihrer Lieblingswörter scheint "archaisch" zu sein. Das hat sie sicher 4-5 Mal innerhalb der einen Stunde eingebaut.
Heute war's von der Thematik her das Selbe in Grün mit Dr. Busemi. Da ich sie beim Vorgespräch schon kennengelernt hatte, und auch so immer wieder mal in der Klinik angetroffen habe (z.B. bei der Visite usw.,), fingen wir mit dem Gespräch nicht ganz beim Nullpunkt der Geschichte an ... eher so 0,5.
Kernaussage am Ende dieser ersten beiden Gespräche war, dass ich ein immenses Aggressionspotential habe, das ich allerdings nicht ausleben kann/sollte. Andererseits ist es ebenfalls schädlich, wenn ich es nichtmal ansatzweise rauslasse und ständig nur in mich hineinfresse. Kurz: was Neues haben sie mir ganz bestimmt nicht erzählt. Doch die Tatsache, dass sie das mit den Aggressionen schon mal mitbekommen haben, zeigt mir, dass ich mich nicht ganz blöd dabei anstelle, mich ihnen mitzuteilen, um was es mir geht.
Warum sie noch immer vorgeben, von meinem Fall nicht wirklich viel zu wissen (wobei ich mich frage, wozu dann meine Akte da ist, aber sei's drum), könnte zwei Gründe haben:
1.) könnte die innerbetriebliche Kommunikation im Arsch sein, was jedoch nur Stuff betrifft, der der Therapie zuträglich wäre (z.B. Erfassung des geistigen und emotionalen Zustands des Patienten). Denn sofern jemand Mist baut, zeigen sich Ärzte, Schwestern und Pfleger wohl informiert.
2.) würde ich ihnen zutrauen, dass das Teil eines Tests ist, um zu sehen, wie ich welche Geschichte der jeweiligen Person erzähle. So können sie feststellen, ob ich mir nur was zusammenreime und/oder mich schlussendlich in Widersprüche verstricke.
Ich hoffe wirklich, dass Punkt 2 zutrifft. Denn sonst würde das den hier teilweise durchleutenden Charakter einer Kindergartenveranstaltung verstärkt unterstreichen. Und die Kacke würde ich mir nicht bieten lassen wollen.

In der Gruppe ging gestern wieder nichts voran, obwohl diesmal ich die meiste Zeit mit Mag. Mask gequatscht habe. Zu dem, was ich von mir gab, gab Oma Stricki allerdings nur wieder die selbe alte Leier zum Besten, die wir jede Woche von ihr hören. Damit wurde praktisch die ganze restliche Zeit gefüllt. #Fail -.-

Weil endlich wieder Geld auf's Konto geflattert kam, machte ich mich am Abend in Richtung des örtlichen Hofer auf, um zu sehen, ob sie nicht doch noch eines der Galaxy S3 Neos lagernd haben. In meiner Vorfreude habe ich natürlich einiges unterschätzt, so wie etwa die gierige Hofer-Kundschaft in Verbindung mit geringen Warenstückzahlen, wenn's um technische Spitzenangebote geht.
Ergo: der 1-stündige Fußmarsch war umsonst und der Tag somit für mich gelaufen. Ich war niedergeschlagen und wollte mich einfach nur verkriechen. Natürlich ist es bescheuert, so kleine, verhältnismäßig unbedeutende Niederlagen persönlich zu nehmen und sich so sehr davon kränken zu lassen. Aber Niederlage ist eben Niederlage, besonders wenn es um etwas geht, das für einen selbst nicht unbedeutend ist.
Zurück in der Klinik waren einige Mitpatienten gerade dabei, sich was zu essen zu bestellen. Ich war mit einem 30€-Frustmenü mit dabei. ... Und nein, ich habe selbstverständlich nicht alles auf einmal verdrückt. Allein die reiche Auswahl an gutem Essen wirkt bei Enttäuschungen jedoch wahre Wunder. Einziger Lichtblick war der morgige Termin bei der Schuldnerberatung in StP. Im Stadtgebiet gibt's 4 Hofer-Filialen ...
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Freitag, 09. Januar 2015
... von denen ich nur zu 2 gekommen bin, weil's sonst zu lange gedauert hätte. Wie's der Zufall so will, sollte ich für Damien bei einem der Handytürken 'nen Ersatzakku besorgen. Bei einem davon war ein gebrauchtes Galaxy S3 Mini für €99.-ausgestellt. Verlockend, ja, doch ich wollte erstmal sehen, ob ich bei Hofer eventuell irgendwie noch Glück habe.
...
HAHA! Nein. Natürlich nicht. Wie auch? X'D
Gut, dass ich nur in 2/4 Filialen kam. So hab' ich mir 2 zusätzliche Niederlagen erspart, weil selbst die 2 Filialen, in denen ich war, überhaupt keine Geräte mehr lagernd hatten. Sogar die teuren 400 bis 500€-Dinger waren ausverkauft. Und überall hieß es, dass höchstwahrscheinlich nicht nachgeliefert wird. Dafür bin ich die halbe Stadt abgelatscht ... 2mal. :/
Ach ja, stimmt, einen Termin bei der Schuldnerberatung hatte ich auch noch. Dort haben sie mir im Prinzip erklärt, dass sie momentan noch nicht wirklich was für mich tun können, solange ich kein richtiges Einkommen und keine eigene Bleibe habe. Vorerst können wir bloß einige Daten sammeln, um zwischenzeitlich zumindest in Erfahrung zu bringen, was genau ich wievielen Gläubigern schulde. Das brachte mich zum Bezirksgericht, wo ich mir einen Auszug der laufenden Exekutionsverfahren holte, den ich dann noch schnell bei der Beratung abgab. Eine volltständige Zusammenfassung des Ganzen bekomme ich voraussichtlich nächste Woche.

Vor der "Heimfahrt" kuckte ich noch kurz bei der Wohngemeinschaft vorbei, in der ich bis vor 3 Wochen untergekommen war.
Trotz des Überraschungsbesuchs wurde mir sofort ein Bett angeboten, wenn ich über Nacht hätte bleiben wollen. Muss also einen brauchbaren Eindruck hinterlassen haben. Das sagen sie schließlich nicht zu jedem. Außerdem holte ich mir mein Weihnachtsgeschenk ab, dass ich mir vor dem Fest selbst gekauft und vom Chef des Wohnheims zurückerstattet bekam: einen billigen, kleinen USB-Controller von Thrustmaster um 15€, damit ich am Netbook immerhin das alte "Oddworld" und die emulierten Amiga-Spiele zocken kann. :3
So nebenbei hat man mir erzählt, dass Smoothy es keine 5 Tage im Entzug ausgehalten hat, bevor er wieder vor den Türen des Wohnheims stand.

Wie -HIER- bereits erwähnt:
Die Wände waren mal weiss.  ^^
#MyFirstSmartphoneSelfie
Auf dem Weg zum Bahnhof gab ich dem Reservegedanken nach, der den ganzen Tag im Hintergrund lauerte und mich vor zu großer Kränkung bewahrte:
"Naja, es gibt ja immernoch das Angebot mit dem Gebrauchten um 99€. Immerhin hattest du dich sowieso zuerst in das S3 Mini vergkuckt."
Also bin ich nochmal zum Handytürken, habe zugeschlagen und über Umwege nun doch noch unter die Smartphone-People gegangen.
Hätte eigentlich zufriedener nicht sein können, wenn ich nach dem langen, anstrengenden "Stadtspaziergang"-Tag nicht schon etwas überfordert gewesen wäre. Fühlte mich von den Optionen etwas erschlagen und konzentrierte mich vorerst weitestgehend nur auf die grundlegendsten Funktionen (Wecker und Klingeltöne einstellen etc. XD).
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Samstag, 10. Januar 2015, 17:26 Uhr
Seit ca. 24 Std. haben 3 Themen Vorang: Apps, Setups und Einstellungen.
Es ist mein 1. Smartphone und demensprechend geht's mir auch damit. Schließlich ist ALLES daran absolutes Neuland für mich. Langsam, aber sicher bekomme ich jedoch schon einen Überblick.
Die ersten Ausflüge ins Netz haben bereits 1/10 meines Datenvolumens für's ganze Monat an nur einem Tag aufgebraucht, doch davon war auszugehen.

Vorhin war mein Bruder zu Besuch da. Viel mehr gibt's dazu eigentlich nicht zu sagen. Weder machte es mir sonderlich zu schaffen, noch habe ich mich ernsthaft darüber gefreut. Weiß eben nicht, was ich davon halten soll, weil ich dem nichts erwähnenswertes abgewinnen kann ... außer das Sixpack Red Bull und die Packung Zigaretten, die er mir mitgenommen hat.

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