S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): Journeyal #18
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

Sonntag, 25. Januar 2015

Journeyal #18

Sonntag, 25. Januar 2015, 15:15 Uhr
Hab' endlich mal nachgesehen, wie mein neues Medikament heißt, und konnte es natürlich nicht lassen, nach diesen Abilify zu googlen. Nicht, dass ich "Dr. Internet" mehr vertraue, sondern einfach nur, um sich auch außerhalb der Box ein Bild zu machen.
Eigentlich werden sie zur Behandlung von Schizophrenie und dazu benutzt, manischen Episoden vorzubeugen. Sowohl auf Wikipedia, als auch beim Netdoktor steht, dass die Dinger dafür zwar angewendet werden, doch nirgends findet sich was über eine definitiv nachgewiesene Wirksamkeit. Überall heißt nur "kann" und/oder "wahrscheinlich". (Say what?) óO Im Zusammenhang mit Depression finden sicht nichtmal diese vagen Aussagen. Auch nich auf der Produktseite selbst. (Dafuq? O.O)

Gestern Vormittag holte mich mein Bruder ab, weil ich letzte Woche zugestimmt hatte, mal ein Wochende bei ihm zu verbringen. Er hatte es angeboten und da wollte ich nicht unhöflicherweise ablehnen.
Ich hätt's tun sollen. Es war echt anstrengend. Vor allem der widersprüchliche Umgang meines Bruders und seiner Frau mit ihren Kindern. Besonders sobald die beiden kleineren mit ihrer obligatorischen Zankerei mal etwas lauter werden, wird ihnen mitgeteilt, dass man das auch in einem normalen Tonfall und dementsprechend leiser tun kann. Die Eltern selbst sind bei solchen und den meisten anderen Ansagen allerdings ziemlich schroff mit einem deutlich genervten Ton in der Stimme ... und laut. So fucking laut. -.- Richtiggehend ungut laut. Vorgelebt wird den Kindern also zu 99% etwas ganz anderes. Das, was versucht wird, ihnen beizubringen, steht im direkten Gegensatz dazu, wird von den Authoritätspersonen selbst jedoch binnen Minuten oft mehrmals übergangen (so in die Richtung: die dürfen das ja, weil sie erwachsen sind und wissen, was sie tun ;) ) und setzt sich folglich nicht im Geringsten durch. Wahrscheinlich bleibt nichtmal ansatzweise was davon hängen.
Was soll's? Fuck it. Nicht meine Kinder - nicht mein Problem.
Die meiste Zeit über habe ich versucht die Lautstärke damit zu überspielen, indem ich meinen Kopf ins Smartphone stecke (DANKE Twitter und deinen kranken Geschichten. XD ), oder ich bin in die Garage ausgewichen, um dort ein paar zu rauchen. Der gesamte Aufenthalt dort gab mir genau gar nichts. Eigentlich hat er mich nur innerlich aufgewühlt, weil ich ständig weg wollte. Ich wollte dort nicht sein, doch jeder mögliche Ausweg hätte mir unnötig viel Zeit, Geld und Anstrengung gekostet. Es war mir alles einfach zu nahe an "zu Hause" -  daher wahrscheinlich der permanente Fluchtwunsch.
Jedoch war der Besuch nicht ganz ohne Vorteile. Wir kamen immerhin an'nem Burger King vorbei, bei dem ich mir ein 25€-Fresspaket zusammenstellte, und wie gewohnt gab's ein paar Bier. Jetzt bin ich aber seltsam erleichtert, "endlich" wieder zurück in der Klinik zu sein.

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