S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): Medis Reloaded (Journeyal #27)
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

Samstag, 21. Februar 2015

Medis Reloaded (Journeyal #27)

- Wellbutrin (Antidepressivum; keine Nebenwirkungen): 300mg täglich morgens
- Zoldem 10mg: je nach Bedarf bei starken Schlafstörungen;
- Abilify (zur Verminderung der Gedankenkreise und für Hebung der Stimmung + Motivation): begann mit morgens 2,5mg = Nervosität, auf die ab Mittag starke Müdigkeit folgte;
wurde dann erhöht auf 5mg abends = keine nennenswerten Probleme;
nochmalige Erhöhung um 5mg morgens = insgesamt 10mg = tagsüber starke innere Unruhe + Konzentrationsschwierigkeiten + nicht zu stillender Tatendrang;
Reduzierung der Morgenration auf 2,5mg + ...
- Akineton 4mg (um die Unruhe der Abilify auszugleichen und wieder etwas runterzukommen): Händezittern, Stress, vereinzelt kurze Angstschübe, noch immer Schwierigkeiten mit der Konzentration, verschwommene Sicht in Kombination mit Schwindelgefühl, Fokusieren sehr anstrengend, Erinnerungsvermögen geschrottet;
Schwindel ließ dafür stark nach;
Angstschübe kommen seltener vor, sind allerdings noch immer vorhanden
- Seroquel 25mg, Parkemed 500mg, bzw. Mexalen 500mg kommen situationsabhängig ebenfalls ab und zu zum Einsatz
... und das sind jetzt nur mal die vergangenen 2-3 Wochen.

Selbstbeobachtung - damit schlage ich mich jetzt jeden Tag rum, um die Wirkung der Medis beurteilen zu können.
Einige der Zustände könnten laut den Schwestern und Pflegern jedoch psychosomatisch, also keine Nebenwirkungen der Tabletten sein, sondern vom Körper selbst aufgrund von Stress usw. verursacht werden, weil man hier schließlich über tiefergehende und sich selbst betreffende Themen und nicht bloß über's Wetter redet. Natürlich is' da was dran.
Besonders die Angstattacken sind wohl dem Umstand geschuldet, dass ich ständig daran denken muss, dass die Therapie in gerademal 4 Wochen schon vorbei ist und das Leben dann wieder draußen weitergeht. Wieder viele neue Menschen und eine neue Umgebung, viele neue Situationen, viel tun müssen. Klingt nach sehr viel Anstrengung und vorwiegend psychischer, aber dennoch harter Arbeit, und das wird es auch. Der immer näher rückende Entlassungstermin schafft mir Zeitdruck, weil ich dann aus dieser geschützten Umgebung raus muss. Und das, obwohl ich nach über der Hälfte der Therapiezeit nicht das Gefühl habe, als hätte sich irgendwas großartig geändert. Andererseits sind das hier auch nur Menschen und keine Magier. Was soll sich in insgesamt 3 Monaten denn schon tun? Psychotherapie ist in vielen Fällen ein jahrelanger Prozess.

Ich glaube, solange ich eine passende Therapeutin habe, hab' ich die Gespräche als kleine wöchentliche Ziele, auf die ich hinarbeiten kann. Keine genaue Ahnung warum, aber ich freue mich immer ein wenig auf die Einzelgespräche. Die Gruppe hingegen bringt mich nicht wirklich weiter, und bei der Logopädie, dem Entspannungsdings und Genussbla kann ich noch nicht sagen, ob da für mich was dabei ist. Dennoch will ein Teil von mir hier gar nicht weg.
Auch weil so manches von dem, was die Therapeuten/-innen mir aus ihrer Perspektive sagen, tatsächlich hängenbleibt, da ich es so noch nicht betrachetet habe. Den Großteil machen allerdings Fragen und Erkenntnisse ihrerseits aus, deren Antwort ich bereits kenne, bzw. die ich selbst schon gehabt habe - ich erläutere dann bloß ein paar Details. Doch wie gesagt kommt hin und wieder ein kleiner Schlüsselsatz vor oder es wird eine Frage gestellt, zu welcher ich mir bisher noch keine Gedanken gemacht habe.
In wie weit mir das hilft muss sich noch rausstellen. Bis jetzt stellt's für mich "nur" einen verständnisvollen Dialog dar, in dem ich viel von dem Schrott rauslassen kann, der "normale" Menschen schreiend in die Flucht schlagen würde. Das allein ist doch schon viel wert.

Wie dem auch sei, ich fühl' mich hier gut aufgehoben. Ich hoffe nur, dass wir das mit dem Gedächtnis, der Sehschärfe, den Angstzuständen und dem Zittern unter Kontrolle bringen oder gleich ganz wegmachen können.

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