S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): Jubiläum (Journeyal #23)
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

Sonntag, 15. Februar 2015

Jubiläum (Journeyal #23)

Samstag, 14. Februar 2015, 13:13 Uhr
Valentinstag in der Klappse. Mal was anderes. Das hat schließlich nicht jeder. ^^

1 Jahr und 54 Minuten ist es nun her, dass ich den DiAMETER abgeliefert habe. (Ob das Ding überhaupt nich existiert?) Bisher ohne auch nur dem winzigsten Erfolgserlebnis in Form irgendeiner Reaktion. Würde mir schon genügen, wenn's nur'ne Ohrfeige wär'.
Frau Rotwild hat das im ersten Moment so aufgefasst, als wäre ich ein absolut unterwürfiges kleines Hündchen. Glücklicherweise konnte ich dem rechtzeitig entgegen wirken, bevor sich diese Ansicht ins Gedächtnis brennt. Im Laufe des Einzelgesprächs habe ich ihr auch vom DiAMETER erzählt und ihr die Bilder geszeigt.  Jetzt hätte sie gerne eine Kopie des schriftlichen Teils, um mir Feedback von außen, einer anderen Perspektive zu geben, selbst wenn es nur um eine Beurteilung dessen geht, ob ich mich verständlich ausgedrückt habe. Gleichzeitig ist die Bestätigung dafür enthalten, dass ich ihr keinen Scheiß erzähle. Und wer weiß schon, welche Informationen sie daraus noch entnehmen kann. Habe ihr jedenfalls zugesagt, es sie lesen zu lassen. Ist ja sowieso frei zugänglich im Netz, also warum dann gerade vor meiner Therapeutin verheimlichen.
Hadere jedoch noch mit dem Gedanken, ihr gleich den Link zum Blog zu geben. Nur ist der mit meiner gesamten Online-Persona und sämtlichen Accounts verbunden. Na das könnte was werden, wenn sie sich da tiefer hineingraben würde. ^^

Ich finde es irgendwie gut, dass ich hier bin - Therapie und so.
Aber warum find' ich's gut? Nur weil der Aufenthalt hier drin in einer halbwegs gesicherten und fürsorglichen Umgebung stattfindet? Das spielt sicherlich auch eine Rolle, aber eben bloß eine von vielen. Eine weitere wären Zukunftsängste - mich packt manchmal der blanke Horror, wenn ich nur an "draußen" denke. Einen Monat habe ich hier noch. Und dann? Wie geht's danach weiter?
Keine Ahnung was da noch alles dabei ist.

Sonntag, 15. Februar 2015, 13:44 Uhr
Ich bin innerlich sowas von scheiß gestresst. Die Grippe hat sich inzwischen schon wieder erledigt, nicht aber das gelegentliche Schwindelgefühl, die Nervosität, die verschwommene Sicht und das Zittern. Außerdem kommen eben auch noch kleinere, jedoch nicht unbedingt schwache Angstschübe hinzu. Diese dauern zwar nur ein paar Sekunden, sind dafür allerdings umso heftiger. Mir wird dann absolut alles einfach zu viel und zu schnell. Ich weiß nicht, wohin mit mir, und würde mich am liebsten bloß in'ne dunkle Ecke verkriechen und in Tränen ausbrechen.
Der Tabletten-Mixtur. schiebe ich gerademal das Zittern in die Schuhe. Was den Rest betrifft, kann es an allem Möglichen liegen. Pfleger Ganter meinte, dass die innere Unruhe von dem herkommt, weil eben im Moment ein starker Umbruch in mir stattfindet, "schließlich ist das hier kein Urlaub, sondern Psychtherapie. Das kann sehr schwierig sein, weil man die Vergangenheit wieder aufwühlt. Man redet ja nicht nur über's Wetter", womit er natürlich Recht hat. Doch ich fühle mich nunmal nicht wohl, wenn ich keine Kontrolle über meinen Verstand habe. Es mehren sich Zeitpunkte, in denen ich mich nicht wie ich selbst fühle. Das Zittern,  die weichen Knie, die Müdigkeit, der Schwindel, die Probleme mit den Augen und der Konzentration, und die Unfähigkeit sich einfachste Dinge zu merken (Ich habe größtenteil keine Ahnung, was diese Woche wo wann wie passierte. Lediglich einige Eckpunkte, wie z.B. die fixen Therapiezeiten kann ich zuordnen.) - das bin nicht ich, sondern die Medikamente, respektive meine Reaktion auf selbige.
Sowas mag ich ganz und gar überhaupt nicht. Ähnlich wie bei Gras o.ä. versucht mein Gehirn automatisch den Standardbetrieb wieder herzustellen. Schlimmer noch: ich bekomm's die ganze Zeit über mit. und kann dementsrechend nicht "loslassen". Darum ist's mir nicht möglich bewusstseinsverändernde Drogen zu genießen. Sie geben mir nichts, außer Munchies und dass meine Paranoia in den Overdrive schaltet.

Goalem wurde heute Morgen die Sternzeichen-Stier-Kaffeetasse geklaut, die er sich auf unserer kleinen Shopping-Tour letzte Woche gekauft hat.Wir haben überall gesucht - nichts. Dann haben wir alle im Haus durchgefragt - wieder nichts. Goalem war schon auf 180, da stand sie plözlich wieder im Spülbecken der Küche, so als ob sie nie weggewesen wär'.
Die Haupfrage, die uns durch den Kopf ging, war: "WHO THE FUCK klaut'ne Kaffeetasse?! And WHY?!" Uns wäre jedoch auch nicht zu Ohren gekommen, dass wir einen Kleptomanen im Haus haben.

Ok, ich brech' hier ab.
Ich muss ständig bewusst den Fokus meiner Augen neu einstellen, damit ich ein scharfes Bild habe. Mitlesen wird da auf Dauer etwas zu anstrengend.

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