S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): Bla, Sonstiges und ein Update
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

Samstag, 21. März 2015

Bla, Sonstiges und ein Update

Schon wieder!
Ich hab' einfach nur gute Gene, was meine Statur betrifft. Keiner kauft mir ab, dass mein Körperbau angeboren ist und ich NICHTS dafür tue, bzw. dafür kann, dass er so ist. Mich nervt's nicht, darauf angesprochen zu werden, doch frage ich mich, wo die Idee dazu herkommt. Ich selbst denke gar nicht, dass ich in irgendeiner Weise so sonderlich durchtrainiert aussehe, um es unbedingt erwähnen zu müssen. In letzter Zeit kommen dahingehend aber öfters Bemerkungen und die Frage (von Männern und Frauen gleichermaßen) in meine Richung, ob ich laufe, in die Kraftkammer gehe oder sonst irgendein Workout mache.
NEIN, mach ich NICHT!
Ich weiß, ein typischer Klischée-Nerdkörper, der von Nintendo, Sony und Microsoft aufgezogen wurde, sieht anders aus. Aber außer mir gibt's noch viele weitere, die den gängigen Vorurteilen widersprechen.

Wenn mir hier am Wohnheim eines nicht gefällt, dann die Tatsache, dass es sich hier um ein reines Männer-Wohnheim handelt.
Gemischt würde das Projekt hier auf Dauer nicht funktionieren, schon klar. Aber trotzdem vermisse ich den regelmäßigen Umgang mit dem anderen Geschlecht. Nicht, dass ich den an der Wall, während der Therapie, sonderlich gepflegt hätte. Doch es ist einfach was ganz anderes, wenn man weiß, dass man die Möglichkeit dazu hat. Ok, die hätte ich "hier" auch, dazu müsste ich nur rausgehen. ... und genau da liegt das Problem. ^^

Samstag, 21. März 2015
Boah, so fucking langweilig. D:

Epiphone Les Paul CustomGlücklicherweise hatte heute der Bruder Zeit, sodass ich mir meine Lady abholen konnte, die er vor der alten Frau gerettet hat. Zusätzlich gab's noch ein lecker Mittagessen und eben etwas vertriebene Zeit.
Das Üben auf der Akustischen in der Therapie mag zwar der Hornhautbildung zum Schutz der Fingerkuppen geholfen haben, aber nicht, was die Griffe betrifft. Die Les Paul hat nunmal sehr unterschiedliche Abmessungen, weswegen mir beim Greifen der Akkorde beinahe der Platz zu eng wurde. Am anderen Ende wusste ich nicht, wohin mit den vielen Bünden, da der Hals des Akustik-Dings ja nur bis zum 12. ging und die LP deutlich mehr bietet. So habe ich den Großteil der heute "nur" 1 1/2-stündigen Session mit der Umgewöhnung auf meine Lady verbracht. ^.^°
Ich hoffe, dass mich nicht bald wieder die Motivation zum Üben verlässt.

Das geistige Befinden schwankt nämlich ziemlich. Ich hab' teilweise sehr viel Mühe, mich im Hier und Jetzt zu halten und nicht gedanklich in all die Ungewissheiten der Zukunft abzudriften. Der emotionale Kampf entgegengesetzter Denkmuster zieht sich über mehrere, über den Tag verteilte Instanzen und ist äußerst anstrengend.
Im Ansatz fühlt es sich in etwa so an, wie wenn man von "diesem Trip" nie wieder runterkommt (es gibt sicher mehr als genug Leute, die wissen, was ich meine und wie sich sowas anfühlt). Man wird den Gedanken einfach nicht los, dabei will man doch bloß endlich seine Ruhe haben, weil einem der Scheiß einfach zu sehr zusetzt. Es gefällt einem ganz und gar nicht. Es soll aufhören. Man will nichtmehr. Mit aller Kraft versucht man die Fassung zu bewahren, sich gut zuzureden und zu beruhigen, doch man ist eigentlich kurz vorm Ausflippen.
Hierbei helfen mir die Atemübungen und Teile des autogenen Trainings, die uns an der Wall gezeigt wurden. Nur dazu muss man sich erstmal gedanklich soweit motivieren können, dass man das dann auch durchzieht, was nicht immer reibungslos funktioniert. In für mich ungewohnten Situationen, so wie alles hier rund um mich, ist es besonders schlimm mit der Nervosität. Da kann ich mich allerdings an einige Dinge halten, die ich aus den Einzelgesprächen mitgenommen habe: ich bin nicht dumm; meine Wahrnehmung ist nich ansatzweise so verdreht, wie ich es inzwischen selbst oft angenommen habe; ich bin im Prinzip voll in Ordnung; ich kann ohne Weiteres funktionieren. Das hebt den Selbstwert und das Selbstvertrauen. Außerdem muss ich mir immer wieder klarmachen, dass ich mich auch hier in einer geschützten Zone befinde, in der Leute viel für das Wohl von uns Gästen tun, um uns einen weitestgehend ungestörten aufenthalt und angenehmen Weg zurück ins Leben zu ermöglichen.

Wie schonmal irgendwo erwähnt, weiß ich noch immer nicht warum und wozu ich tue, was ich tue. Doch immerhin macht es mir immer öfter verhältnismäßig wenig aus, mich erstmal auf den Weg zu machen, ohne großartig drüber nachzudenken und im Endeffekt doch wieder nichts zu tun.

PS:
"The best things in life are free."
Kuckte mich die letzten Tage über immer wieder nach einer Jacke für die warmen Jahreszeiten um, da mein dickes Schweinslederteil mit dem Wollkragen da schnell ungemütlich wird. Im Angebot gab's da größtenteils nichts, billiges war hässlich und hübsches zu teuer. Schlussendlich erinnerte ich mich daran, dass wir im Wohnheim ja auch eine Kleiderkammer haben. m)
Daraus hab' ich dann die hier gefischt. Nicht nur genau was ich wollte, sondern sogar noch passgenau in meiner Größe und ... wait for it ... gratis. :D
Lediglich das ausgetrocknete Leder brauchte eine Frischekur mit farbloser Schuhcréme, damit es wieder glänzt.
...
Und ich habe mich wohl schon Jahre nichtmehr so "erwachsen" angezogen wie heute. Derartig un-nerdig sah ich schon ewig nichtmehr aus. óO
Aber mir war eben danach. ^^

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