S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): Horizontale Fortschritte (Journeyal #32)
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

Freitag, 6. März 2015

Horizontale Fortschritte (Journeyal #32)

Donnerstag, 05. März 2015, 16:24 Uhr
Diese innere Unruhe hat sich in mir irgendwie festgefahren/eingegraben/was auch immer. :/
Außerdem habe ich das seltsame Gefühl, gestern beim Gespräch mit Fr. Rotwild was vergessen zu haben. So, als hätte ich was sagen wollen, bin aber nicht dazu gekommen. Egal jetzt. Den Blog hat sie sich bisher jedenfalls noch nicht angesehen. Is' vielleicht auch besser so.
Politik war kurz ein Thema, ebenso wie wir meine Ansicht der Menschheit im Allgemeinen ein wenig gestreift haben. Im Zusammenhang konnte ich auch erläutern, dass ich von rassisten und Homophobikern rein gar nichts halte. Mit dieser Überleitung kam auch wiedermal meine feminine Seite ins Gespräch, die kurz darauf mit Bisexualität in Verbindung gebracht wurde.
Ich seh's so: Ich bin zu 99% hetero, aber durch das eine Prozent kann und will ich nicht abstreiten, dass eventuell vielleicht noch das eine oder andere Experiment stattfinden könnte. Ich halte es zumindest nicht für unmöglich, nur für sehr unwahrscheinlich, weil ich einfach zu sehr auf Frauen abfahre und mich von Männern praktisch sehr wenig bis gar nicht sexuell angezogen fühle. Dabei haben wir's erstmal belassen.
Eine ihrer Aussagen zu meiner Person, meinem Verhalten und meiner Denkweise spiegelte genau das wieder, was ich bereits im DiAMETER niederschrieb und was sogar Mr. Minecraft diese Woche in der Musiktherapie bestätigte: Ich brauche sehr viel Sicherheit, Rückhalt, Bestätigung, da ich das als Kind nie wirklich bekommen habe, bzw. es mir nur vorgespielt wurde. Jetzt ist es leider so, dass ich von meinen Partnern erwarte, diese Lücken zu füllen. Ich brauche Nähe, Verständnis, Zuneigung, Anerkennung, Respekt. Doch wie kann ich das erreichen, wenn ich Menschen im Allgemeinen eher meide?

Die autogene Entspannung, die wir gestern in der Gruppe kennengelernt und ausgeführt haben, hat mir heute geholfen, mich bei der Logopädie größtenteils wirklich nur auf meine Atmung und nicht nur auf die Musik zu konzentrieren. Dementsprechend leicht konnte ich dann auch loslassen und mich tatsächlich entspannen. ... Was bei der Musikauswahl wohl nicht allzu vielen Leuten gelingen würde. ^^
Fr. Schweizer (ich nenn' sie jetzt einfach mal so, da sie bei der Entspannungsreise oft betont, dass sie eine neutrale Begleiterin darstellt) fing mit Jean Michel Jarres "Magnetic Field 2" an:
Kannte ich bis dato nicht, also dachte ich mich zuerst in seitlich scrollende Raumschiff-Shooter aus der Amiga 500-Zeit hinein, weil's für mich ähnlich klang. Funktionierte besser und entspannte mehr als zuerst angenommen. XD
Später brachte mich ein Track aus dem "Gladiator"-Soundtrack etwas raus, doch das fing sich schnell wieder.
Um einem zusätzlichen Rückhalt zu geben, besteht die Möglichkeit, dass die Therapeutin als unterstützende Geste ihre Hand an die Schulter oder in den Nacken des Patienten legt, um ihm nicht nur metaphorisch, sondern auch ein Stück weit wörtlich den Rücken zu stärken. Ich nutzte das Angebot nicht. Besser gesagt, ich brauchte es nicht. Alleine dadurch, dass es ausgesprochen wurde, konnte ich's mir gut genug vorstellen. Dabei schaffte ich es, mich nicht an die Gedanken und Gefühle der Vergangenheit festzuklammern, sondern konnte den neugewonnenen Rückhalt nutzen, um mich von dort aus in ein angenehmes, fast schon meditatives geistiges Nichts treiben zu lassen.
Dafür wurde ich sogar von Fr. Schweizer gelobt, denn genau um das ging es ihr: zu lernen, wieder auf jemand anderen einzugehen und deren Form der Sicherheit und Rückhalt anzunehmen, umzusetzen und auf Dauer wieder vertrauen zu lernen. Zwar werde ich das bis auf unbestimmte Zeit alleine machen müssen, doch so bekommt mein Selbstwertgefühl ebenfalls immerhin ein wenig Erhohlung und Stärkung ab, da ich ja nun weiß, dass diese Übungen bei zu greifen scheinen.

PS: Wem Jean Michel Jarre, einer der Pioniere und Stars der Synthie-Szene der 70er und 80er, nichts sagt, der soll mal hier reinhören:
Viele von euch haben das ganz bestimmt schon mal irgendwo gehört. Schließlich sind es welche der bekanntesten Musikstücke, die überhaupt jemals einen Synthesizer verlassen haben. Und damals war das teilweise noch echt harte Arbeit, solche Töne zu fabrizieren.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Irgendwelche Gedanken, Meinungen, Wünsche, Anregungen?
Any Thoughts, opinions, wishes, suggestions?