S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): [Picture My Day #1 (Journeyal #35)]
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

Montag, 16. März 2015

[Picture My Day #1 (Journeyal #35)]

Ich dachte mir letzte Woche, dass ich mich doch auch mal an so einem "picture my day"-Dings versuchen kann. Wunder mich ein wenig, dass ich da nicht schon früher dran gedacht habe. Immerhin sieht in der Therapie mein Tagesablauf doch "ein wenig" anders aus.
Montag, 16. März 2015
Das sieht richtig ungesund aus. XD
6:11 Uhr
Das bin ich in der ersten Stunde des Tages ... jeden Tag ... egal wann ich aufstehe.
Man kann den Systemen beim Hochfahren fast schon zusehen. Und WEHE es wagt jemand, mir in der Zeit eine Frage zu stellen, für deren Antwort man über den aktuellen Vormittag hinaus denken muss. Denn alles, was derjenige von mir bekommt, ist dieses Gesicht, das suggerieren soll, dass ich an dem Tag noch keinen Plan von gar nichts habe und/oder es mir (noch) scheiß egal ist.






Das bleibt auch so, bis ich endlich mein Frühstück* in mir habe. (*mind. 1 Tasse Kaffee und 1-2 Zigaretten)
6:20 Uhr
Ich brauch einfach eine gewisse Zeit, um mich zu sammeln. Denn wenn ich die nicht bekomme, bin ich entweder den restlichen Tag angepisst oder zerre die Verwirrung weiter mit mir rum. Dann doch lieber 1 Std. am Morgen in eine gemütliche Boot-Sequenz investieren.
7:15 Uhr
Anstehen für das 2. Frühstück*.
(*die Medikamentenausgabe)
Um 7:30 Uhr ging's dann erneut nicht in die  E-Schrott-Zerlegewerkstätte, sondern zu den Tieren, da wieder einer der Pfleger ausgefallen ist. Ich nehme als Bild hier mal die beliebten Alpakas, stellvertretend für all die anderen Viecher. ^^
Und wo Alpaka, da natürlich auch Alpaka-Kacka, die man wegräumen muss.
Alpakas haben bestimmte Stellen, an denen sie ihr Geschäft verrichten. In den Stall machen sie praktisch nie, sondern gehen immer auf eines ihrer Plätzchen. Außerdem ist mir heute erst aufgefallen, dass sie bei den beiden rechteckigen Gehegen, die ihnen zur Verfügung stehen, immer nur in die Ecken und 1 Mal in die Mitte, wo sich die Diagonalen treffen würden, hinkacken. So haben sie, egal wo sie grade sind, immer eine Gelegenheit in der Nähe. ^^
Punkt 9:00 Uhr ist Pause bis 9:30 angesagt.
 
Um die Zeit habe ich meistens dann
schon etwas Farbe angenommen ...
... sofern man das bei der Nerdblässe überhaupt sagen kann. :'D
  
 10:30 Uhr
Gruppentherapie im Gruppenraum bis 11:30. Außer mir geht diese Woche noch ein Mitpatient nach Hause. Mit den 2 Verabschiedungen aus der Gruppe war die Stunde dann schnell rum. War vorherzusehen. Die Gruppe brachte mich in den 3 Monaten ohnehin verhältnismäßig wenig weiter.
11:30 bis 12:30 hat mir Fr. Rotwild, wie versprochen, noch eine letzte Einzelgesprächs-Stunde dazwischen gequetscht. Am Ende meinte sie, dass es ihr eine Freude war, mit mir zu arbeiten. :3
Wird wohl daran liegen, dass ich Fragen immer sehr offen und direkt beantworte und ich mich selbst sicherlich besser kenne, als diverse andere Leute über sich wissen. So musste sie mir nicht immer sämtliche Details aus der Nase ziehen und/oder mir einen Vortrag halten, wie was warum in meinem Verstand zusammenwirkt, damit Emotion XY ausgelöst wird und bla. Den Großteil davon weiß ich selber, wodurch sie mit mir wahrscheinlich etwas schneller vorangekommen ist, als mit anderen Patienten. Sie gab mir dann sogar noch ihre Handynummer, nur für den Fall der Fälle.

Um 12:30 Uhr kam ich dann ein wenig verspätet zum Mittagessen. Es gab ansatzweise sowas wie eine Zwiebelsuppe und etwas, das man irgendwie mit Rindfleisch Stroganoff in Verbindung bringen konnte. Ja, das Essen hier ist nicht schlecht, doch wirklich gut ist es auch nicht. Es ist nunmal darauf ausgelegt, möglichst vielen Patienten zu schmecken. Das wird oft durch das Weglassen sämtlicher Gewürze erzielt. Auf Dauer langweilen sich also die Geschmacksnerven, sofern man nicht selbst was dagegen unternimmt.
Nach dem Essen ...
... und danach ging's weiter zum E-Schrott.

STOP! HAMMERZEIT!
(bei älteren Geräten geht's oft wirklich nicht anders)
Um 15:30 Uhr, nach getaner Pfli...
Daraufhin machte ich mich auf, um am "Sport*" teilzunehmen.
(Es zählt auch, wenn man nur spazieren geht oder sich in der Kraftkammer von einem Gerät zum nächsten langweilt. Man muss nicht zwingend im Sportsaal mitmachen, wo's immer 50:50 steht, ob nun Volley- oder Federball gespielt wird.) Manchmal, so wie heute, geht einer der beiden Betreuer mit spazieren. Mit flottem Schritt werden dann in 1 Std. 4-5km abgespult, die meistens am Rande entlang, bzw. rund um und quer durch das Anstaltsgelände führen.
Zur Erholung:
Ab 17:00 Uhr steht einem bis 22:00 Uhr der Abend zur eigenen Gestaltung frei.
Tja, das war's im Prinzip. :)
An anderen Tagen variieren lediglich die einzelen Therapien. Und sonderlich viel los ist hier ohnehin nicht. Doch das ist ganz gut so, wenn man zur Ruhe kommen will.

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