S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): Stick it to the man, justice for all ...
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

Donnerstag, 26. März 2015

Stick it to the man, justice for all ...


Ehrlich gesagt ... ich weiß noch immer nicht so recht, was ich davon halten soll. Aber mal langsam.

"Who is Saul Goodman?"
Dieser Frage will Vince Gilligan - seines Zeichens Schöpfer, Autor, Produzent und Regisseur von "Breaking Bad" - in dieser Spinoff-Serie nachgehen.
Lange bevor Saul Goodman (erneut gespielt von Bob Odenkirk) nämlich zum "criminal lawyer" wurde, den wir aus "Breaking Bad" kennen, versuchte er sein Glück unter seinem richtigen Namen, James "Slipping Jimmy" McGill, als kleiner, nicht wirklich ernstgenommener Strafverteidiger, dessen Fähigkeiten eher belächelt wurden. Er hat bald die Schnauze voll davon, Sittenstrolche und Kleinkriminelle zu verteidigen, die schuldiger nicht sein könnten, und damit gerade genug Geld zu verdienen, um sich ein Büro im Hinterzimmer eines Nagelstudios leisten zu können ... in dem er meistens auch wohnt. Jimmy hat große Ambitionen: er will dicke Fische an Land ziehen und über Millionen verhandeln; er will den Durchbruch schaffen.
Zwischenzeitlich spezialisiert er sich auf das Altenrecht und verbringt viel Zeit damit, sich mit seiner betagten Kundschaft gutzustellen, um so an Aufträge ranzukommen. Testamente, Erbschaften, Verwandtschaftsstreitigkeiten und ... Rechnungen des Altenheims, auf denen mit seltsamen Codes gearbeitet wird, deren Entschlüsselung auf der Rückseite verdächtig klein geschrieben ist. James beginnt Nachforschungen anzustellen.
Selbstverständlich musste noch ein weiterer Publikumsliebling aus "Breaking Bad" in die Serie integriert werden: der pensionierte Polizist "Hitman" Mike Ehrmantraut (wieder verkörpert von Jonathan Banks).
"Better Call Saul" befasst sich nämlich auch mit den Anfängen der ... naja, ziemlich gespannten Geschäftsbeziehung der beiden. Mike verdient sich als Parkplatzaufseher ein wenig dazu und genießt die Ruhe, bis dieser nervige Anwalt in sein Leben tritt, der immer wieder Probleme hat, sein Parkticket zu bezahlen.

Der Sender AMC setzte von Anfang an volles Vertrauen in das Projekt und bewilligte im April 2014 bereits eine 2. Staffel, obwohl praktisch noch niemand überhaupt etwas von der 1. gesehen hatte, deren Premiere noch über 9 Monate ausstand. Schlussendlich soll alles darauf hinauslaufen, die Fragen zu klären: "How did Jimmy become Saul, and why? What kind of problem could somebody possibly have that becoming Saul Goodman would solve it?" - Vince Gilligan

Slipping Jimmy
Wie gesagt weiß ich noch nicht wirklich, was ich davon halten soll. Vielleicht sinds auch die Medikamente, aber die 1. Staffel kommt nur sehr schwer in Fahrt. Nimmt man den Kult um einige der Charaktere weg, bleibt vielleich nicht viel übrig, das die Serie für Nichtkenner von "Breaking Bad" interessant halten könnte. Der Spannungsbogen wird zwischenzeitlich etwas schlapp. Wir sind momentan bei Folge 8 angelangt, die gegen Ende endlich etwas Schwung in die Geschichte bringt. Das geht in anderen Serien besser, und vor allem schneller und druckvoller.
"Better Call Saul" ist sehr ruhig angelegt und erinnert so teilweise stark an die gesprächsschwangere erste Staffel von "Breaking Bad", weswegen ich mein voerst noch durchwachsenes Urteil nicht in Stein meißeln wollen würde. Doch es fehlt mir eben das gewisse elektrische Knistern zwischen den Charakteren (Jimmy und Mike mal außen vorgelassen ^^) und wirklichen Knalleffekten im Sinne von ernsthaft verzwickten Situationen, die es zu lösen gilt. Vielleicht wirkt die Geschichte jedoch nur deswegen bisher so wenig auf mich, weil man immerhin schon weiß, wie sie schlussendlich ausgeht.

"It's all goood, man."
Wie dem auch sei, ich werde die Serie definitiv weiter verfolgen. Schließlich kommt die Geschichte grade erst in die Gänge, und die liebevolle Durchführung, die feine Ausarbeitung der Serie, die ironischerweise einen charmanten Off-Mainstream-Charakter versprüht, muss man einfach mögen. ... Außerdem bin ich dem Kult um "Breaking Bad" sowieso vollends erlegen. XD


Hierzulande kommt man leider nich in den Genuss des amerikanischen Privatsenders AMC. Aber keine Panik, "Better Call Saul" lässt sich parallel auch über den Streamingdienst Netflix verfolgen.


PS:
Leidenschaftlichen Videospielern mag es vielleicht schon aufgefallen sein:
in einer Nebenrolle spielt Michael Mando, der zuvor sein Gesicht und seine Stimme dem psychotischen Soziopathen Vaas Montenegro in "Farcry 3" lieh und sogar das Motion Capturing + diverse Promo-Webisodes zum Spiel einspielte, einen ähnlich charismatischen Handlanger von Tuco Salamanca, Nacho Varga.

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