S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): Unruhe :/ (Journeyal #31)
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

Mittwoch, 4. März 2015

Unruhe :/ (Journeyal #31)

Montag, 02. März 2015
Fühle mich irgendwie total durch den Wind.
Diese ständigen Stimmungswechsel hatte ich schon "ewig" nichtmehr, zumindest nich bewusst. Nun bin ich wiedermal launisch ohne Ende. Von freudig und entschlossen, über nachdenklich und zögernd, bis hin zu zweifelnd, nervös und ängstlich ist alles dabei. Oft mehrmals innerhalb weniger Minuten. Weiß nicht, was ich davon halten soll, aber ich fühle mich nicht wie ich selbst, sondern wie eine ungeordnete Aneinanderreihung verschiedener Versionen von mir. Ich schieb's mal nicht auf die Medikamente. Ich glaube, es liegt eher daran, dass ich die Geschichte von Alice noch verarbeiten muss.
Für bessere Laune und Ablenkung durch einen kleinen Nerdgasm sorgte jetzt am Abend das hier:
Wer ca. € 600.- übrig hat, darf sich den Cleaner in's Regal stellen. ^^
"Leon - Der Profi" ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme, mit Jean Reno, Natalie Portman (ihre erste Hauptrolle) und Gary Oldman in welchen ihrer besten Rollen, wie ich finde. Wer den Film nicht kennt: WHAT THE FUCK IS WRONG WITH YOU?! ANSEHEN! JETZT! EEEVERYOOONE!!!
Dienstag, 03. März 2015
Habe heute Mr. Minecraft in der Musiktherapie KoЯn vorgespielt, weil er um meine Lieblingsband gefragt hat.
Gleichzeitig musste ich ihm einen essentiellen Bestandteil von Metal erklären: den direkteren und lauteren, kraftvolleren Ausdruck von (insbesondere negativen) Gefühlen. Mit Jonathan Davis' Hintergrundgeschichte ließ sich gut erklären, dass die Musikrichtung ebenfalls Ventil und Therapiemaßnahme sein kann und nicht einfach nur verzerrter, aggressiver Krach ohne Sinn und Verstand ist. Minecraft ist solchen "Neuentdeckungen" gegenüber grundsätzlich sehr aufgeschlossen, nur scheint ihn noch niemand in die Richtung solcher Musik geleitet zu haben. Zumindest nicht in dem Zusammenhang. Ich meine, HALLO?! Linkin Park zählte bis heute zu den härtesten Sachen, die er kennt. m)

Dr. Buscemi sprach mich heute Mittag wegen meiner "Mutter" an, weil die sich bei ihr gemeldet hat. Meine Laune war schlagartig im Keller und brauchte den ganzen Nachmittag, um sich zu erholen. Es ging darum, wieviel oder ob sie ihr überhaupt irgendetwas über meinen Aufenthalt und mein Befinden erzählen darf. Selbstverständlich lehnte ich ab, was Dr. Buscemi auf die Idee brachte, dass ich mit der alten Frau im Beisein eines Therapeuten bzw. Psycholgen mal Klartext rede. Ja, das wäre eine Möglichkeit. Aber ich lasse die Alte nur allzugern mit Unmengen an unangenehmer Ungewissheit zurück. So ein Gespräch würde vorerst für ein wenig Klarheit bei ihr und mehr Ruhe für mich bedeuten ... für so ca. 2 Wochen, wonach der ganze Anruf-/Brief-/Nachspionierschrott wieder von vorne beginnen würde, weil sich sowas eben nicht lange im Gedächtnis dieser nervigen Person festsetzen kann.
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Mittwoch, 04. März 2015, 17:00 Uhr
Komme noch immer nicht ganz mit Alices Geschichte klar. Ich kann im Ansatz schon wieder dieses "Menschen sind der widerlichste Müll der rumläuft"-Gefühl spüren. Zuzüglich kommen dann noch bereits mal erwähnte Zukunftsängste hinzu.
Eigentlich fühle ich mich hier ganz wohl. Ich habe mich schon ziemlich eingewöhnt und es geht mir verhältnismäßig gut damit. Aber bald (nurnoch 2 Wochen) muss ich wieder raus und für mich selbst sorgen. Dabei fühle ich mich als hätte ich dem Draußen nicht mehr entgegenzusetzen als vorher. Unsicherheit wohin das Auge blickt und so weit die 5 Sinne gehen. Mein Gehirn gaukelt mir Zeitdruck vor. Hinzu kommt die Angst vor großen Veränderungen und Konfrontationen mit neuen Situationen. Auf mich kommen neue Menschen in einer neuen Umgebung zu. Neue Regeln, Neues kennenlernen, sich wiedermal in etwas anderes einleben/-fühlen, von dem jetzt schon klar ist, dass es nur eine temporäre, eine relativ kurzzeitige Übergangslösung darstellt.
Und wozu das alles?
Mir fehlt noch immer ein Ziel, auf das ich hinarbeiten kann und auch will. Bis jetzt ist es nichts anderes, alsdass ich mich mit Medikamenten ein wenig ruhigstelle, damit sich diese Frage bestenfalls erst gar nicht aufkommt und mir existieren um zu existieren nicht so viel ausmacht. Glücklich bin ich damit nicht.

Sitze hier, schreibe und warte auf meinen Gesprächstermin mit Fr. Rotwild. Ob sie wirklich den DiAMETER und möglicherweise noch ein paar andere Sachen hier gelesen hat? Was sie sich wohl dabei gedacht hat? Welche Art Feedback kann ich mir erwarten?

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