S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): Slipping (ein weiteres kleines Update)
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

Mittwoch, 22. April 2015

Slipping (ein weiteres kleines Update)

Mir geht's mies und immer mieser.
Ich bin gerademal etwas über ein Monat aus der Anstalt draußen und würde mich am liebsten gleich wieder zurückverkriechen. Ich fühle mich hier nicht wohl. Und mit hier mein ich nicht unbedingt hier im Wohnheim, sondern generell hier draußen.

Es fühlt sich wieder immer mehr nach dem Feindgebiet an, wie ich es in der Musiktherapie mal nannte. Ich hasse es. Es macht mir Angst. Es demotiviert mich zunehmends. Erneut wird mein Depressionsloch stetig tiefer, und ich rutsche immer schneller hinein, komme umso schwerer wieder raus.
Ich spiele mit dem Gedanken, die Dosis des Antidepressivums bzw. Antipsychotikms nochmal erhöhen/anpassen zu lassen. Aber wird das diesmal auf Dauer helfen oder auch nur eine Zwischenlösung für ein paar Monate sein, bis die Kacke wieder anfängt? Mal davon abgesehen, dass mir immer höhere Dosen als Lösungsansatz überhaupt nicht gefällt, selbst wenn es nur vorübergehend ist. Doch es würde mir helfen die Zeit zu überbrücken. Die Zeit bis ...
WAS VERDAMMT?!?!?!
Außerdem fühle ich mich jetzt schon kaum wie ich selbst. Die Medikamenten fucken doch jetzt bereits mit meinem Erinnerungsvermögen und meiner Fantasie herum. Sie lassen die Teile, an die ich mich erinnern will, und die, die ich mir ausdenken will, kaum noch zu. Es ist schwer, dabei konzentriert zu bleiben. Absichtliches Nachdenken ist kaum noch möglich. Eine höhere Dosis Meds würde mir vielleicht auch noch die letzten vergangenheits- und zukunftsgerichteten Gedanken an alles nehmen, sodass ich mit der Aufmerksamkeitsspanne eines rolligen Eichhörnchens bloß noch hier und jetzt für den jeweiligen Moment leben könnte.
Will ich das?
Und wie soll ich dann jemals von dem Zeug wieder loskommen?

Soweit ein kleines Stimmungsupdate.
Ich schreibe hier nurnoch selten über mein Befinden, da das Meiste davon ohnehin nur Wiederholungen wären. Auch ohne sie gibt es lediglich eine Hand voll Leute, die das hier überhaupt interessiert oder die es zumindest aus anderen Gründen mitverfolgen.
Man liest es immer wieder mal, wie beschissen es mir geht. Doch denkt an die unzähligen Male, die ich es bereits aufgeschrieben habe, ohne dass ihr es gelesen habt. Und dann versucht euch vorzustellen, wie oft ich es nicht aufschreibe, weil's sogar mich selbst schon nervt.

And now for something completely different.
Als kleinen Lichtblick habe ich ich eine neue* Band entdeckt.**
 *die Band gibt's seit 10 Jahren
**es war ein Tipp meiner Sozialarbeiterin (ebenfalls ein Metalhead)
Dethklok ist eine fiktive skandinavische Deathmetal-Band aus der Trickfilmserie "Metalocalypse", in der sämtliche Klischees bedient werden. X'D

Die Band ist allerdings nicht nur Hauptdarsteller ihrer eigenen Serie, sondern die kreativen Köpfe dahinter haben es sich nicht nehmen lassen, dass Projekt auf die CD-Laufwerke, MP3-Player und Bühnen der Welt auszubreiten. So wurden mittlerweile 3 Studioalben veröffentlicht, welche von den Produzenten von "Metalocalypse" zu Events wie z.B. der Comic Con sogar live gespielt werden.
Schon krank, was sich alles hinter einer kleinen Trickfilmserie verbergen kann. ^^

PS:
Seltsamerweise scheint Mutter Russland ein verhältnismäßig hohes Interesse an diesem Blog zu haben - warum auch immer.
Wie dem auch sei, привет! :D

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