S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): TODKRIEGBLUTPENISGEWALTHASSFICKENAARRRGHLAGHLragböählähwah
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

Dienstag, 7. April 2015

TODKRIEGBLUTPENISGEWALTHASSFICKENAARRRGHLAGHLragböählähwah

Ich möchte hier mal etwas auf meine äußerst gewalthaltige Vergangenheit eingehen, die mich zu einem homophoben, rassistischen, ignoranten Arschloch, einer menschenhassenden Gefahr für die Gesellschaft hat werden lassen, die alles verabscheut, außer ... DIE ALLES verabscheut, was er nicht versteht, und außer Tod, Blut und Krieg nichts in der Birne hat.

Es fing alles an als ich ungefähr 6 Jahre alt war.
Danach ging's permanent bergab mit meiner Moral und meinem Anstand, da meine Werte von nun an durch gewaltverherrlichendes und ähnlich wundervoll abstoßendes Material geprägt wurden. Zum Beispiel von Spielen, deren einziges Ziel die Vernichtung des Gegners ist.

Wings of Fury

2. Weltkrieg, Pafizifischer Ozean.
Man übernimmt das Steuer eines Hellcat Kampflugzeugs der US-Armee und rottet die japanischen Inselstellungen entweder mit Bomben aus halbwegs sicherer Höhe aus. Mit Raketen konnte man Betonbunker zerstören, und mit Torpedos feindliche Flugzeugträger versenken.
Danach ging's in den Sturzflug, wobei mit dem MG die flüchtenden Soldaten am Boden niedergemäht wurden. Dabei quieken sie auch noch so seltsam, dass man sich ein Schmunzeln nicht verkneifen kann. Alternativ holt man mit der MG weiße Flugzeuge mit rotem Punkt vom Himmel. Aber erst wenn sämtliches Bodenpersonal ausgeschaltet ist, ist das Level beendet.
Ja, lauft nur, ihr pixeligen Klischees.
Zu brutal für einen 8-Jährigen? Scheiß drauf, TOT DEM INSELVOLK!
Ich fand's damals schon scheiß lustig und tue es immer noch. XD
Habe ich deswegen einen Hass auf die Japaner entwickelt? Verarsche ich jetzt ihre Sprache bei jeder Gelegenheit, die sich mir bietet? Bin ich deswegen nun ein überzeugter Fan der Amis?
Definitiv nein, da ich's trotz des dramatischen, realen Hintergrundes nicht ernst genommen habe. Es ist nur ein Spiel. Is' doch scheiß egal, ob ich nun draußen "Cowboy und Indianer" spiele oder drin vor dem Bildschirm japanische Inseln zerficke.

Rick Dangerous

Ca. 2. Weltkrieg, überall.
Seht ihr sein Grinsen. Er steht total drauf. ò_,ó
Man spielt eine etwas schießwütigere Comicversion von Indiana Jones in einem sidescrollenden 2D-Jump'n'Run, in dem man sämtliche Indios, Ägypter und Nazis umbringt, die einem vor den Revolverlauf kommen. Einige von denen sind sogar so dumm, dass sie von selbst in diverse fallen laufen, wenn man etwas abwartet.
Dieses Spiel ist eines der fiesen Teile, in denen man das Level nur durch genügend Trial & Error abschließt, weil man sich die vielen Fallen und Sackgassen merken muss. Viele lassen einen nichtmehr raus und man muss das Spiel neu starten.
 Doch es hat noch immer Style und ist auch heute noch gut für ein paar Runden zwischendurch. :D

Mit 6 war das eines der ersten Spiele, die ich nicht nur auf dem Amiga 500, sondern überhaupt in meinem Leben gespielt hatte.
Habe ich deswegen jetzt ein Problem, fremde Völker und Kulturen zu akzeptieren und zu respektieren? Will ich nun jedem sofort den Revolver ins Gesicht halten und Dynamit mit brennender Lunte unter den Arsch schieben?
Nein, mindestens genauso wenig, wie ich jemandem zwei Schrotpatronen in die Augen stecke, bevor ich sie zur Explosion bringe, weil ich demjenigen volle Wucht mit dem Hammer auf den Hinterkopf schlage. Das Beispiel stammt aus "Tom & Jerry", einer bei Alt und Jung beliebten Kinderzeichentrickserie, mit der die Öffentlichkeit und die Medien nie ein Problem hatte.

Hostages

Jemand ist in die Botschaft eingedrungen, Geiseln genommen und sich im Gebäude verschanzt.
Dieses Spiel befasst sich mit der Arbeit einer Anti-Terroreinheit und ist in 3 Teile aufgeteilt.Im ersten Teil muss man bis zu 3 Scharfschützen in einer sidescrollenden 2D-Sequenz durch die Gassen neben dem Gebäude zu ihren Positionen bringen. Dabei sollte man den feindlichen Suchscheinwerfern ausweichen, da man sonst unter heftigen Beschuss genommen wird.
Danach nimmt man von den Sniper-Positionen aus das Gebäude in Augenschein und erledigt eventuell Täter, die dumm genug sind, sich alleine am Fenster blicken zu lassen. Hat man einen sicheren Einstiegspunkt gefunden, wechselt man zum Team auf dem Dach, dass sich abseilt und ins Haus eindringt.
Nun durchkämmt man in der Egoperspektive, in der die Bildschirme wie bei "Myst" stufenweise gewechselt werden, durch das Gebäude auf der Suche nach den Tätern und den Geiseln. Zeigt sich ein Täter, wird nicht verhandelt sondern geschossen, woraufhin der Getroffene mit deutlichem Schwerzensschrei zu Boden windet.
Viel älter als 8 oder 9 kann ich nicht gewesen sein, als ich das regelmäßig gespielt habe. Es machte damals Laune und tut es immernoch.
Will ich jetzt auch unbedingt einer AT-Einheit beitreten und in Wohnungen rumballern? Lege ich mich darum jetzt auf die Lauer und kucke bei Leuten aus sicherer Entfernung durch die Fenster?
Natürlich. Schließlich kann ich mich doch absolut darauf verlassen, dass Videospiele genauso wie Actionfilme das Geschehen 100% realistisch darstellen und von (Gewalt-)Verbrechern und Terroristen absolut keine ernstzunehmende Gefahr ausgeht - ich gebe einfach das Passwort ein oder lade einen älteren Spielstand, wenn mal was passieren sollte.

Party Games

SEX!
Wer mag es nicht? ^^
Ich war mit 9 oder 10 auch schon auf den Geschmack gek ... nein, ich war noch auf gar nichts gekommen, aber das Interesse war trotzdem da. Selbstverständlich zog mich da ein gewisser verbotener Teil der brüderlichen Spielesammlung dementsprechend besonders an.
Im Prinzip sorgt man durch Bewegung des Joysticks lediglich dafür, dass sich diese kleinen roten, irrsinnig schlecht aufgelösten "Gifs" (Nicht vergessen: 3,5"-Disketten mit unglaublichen 1,4MB Speicherplatz) bewegen, wofür man Punkte bekommt. Je schneller man den Stick bewegt, umso mehr Punkte. Das war's. (Der "simulationsartige" Charakter des Spiel erschließt sich mir erst jetzt, nach über 20 Jahren. XD )
Hätte ich das Herzchen wirklich einfügen müssen? Mas sieht doch eh nix, wegen der schlechten Auflösung. XD
Habe ich deswegen ein gestörtes Verhältnis zu Frauen oder zu hohe Ansprüche im Sexualleben? Bin ich ein chauvinistisches Machoschwein, das behauptet, Frauen gehören hinter den Herd, der Herd in die Küche, die Küche in den Keller und der Keller unter Wasser? Finde ich Homosexualität deshalb unnatürlich?
Ich denke nicht. Immerhin sind wir alles Menschen, die wir alle die selben Rechte haben sollten. Und es sollte sich nichts und niemand das Recht rausnehmen, einem eigenwilligen Biest wie der Liebe vorschreiben zu wollen, wo sie hinzufallen hat. Solage man achtsam, rücksichts- und verständnisvoll miteinander umgeht sollte jeder doch ruhig tun und lassen können, wozu er/sie verdammt nochmal Lust hat.

Ist also doch kein Unmensch aus mir geworden, trotz oder in gewissen Belangen vielleicht sogar gerade wegen größtenteils freiem Zugang zu, und teilweise massiver Nutzung solcher Spiele.
Wo sind also die von "Killerspiel"-Gegnern so gern gepredigten, maßgeblich dissozialisierenden Abstumpfungseffekte? Ich spüre nichts davon! Sobald ich mir bewusst bin, dass es um echte Menschen (wie z.B. in den Nachrichten) und nicht um Einsen und Nullen (Spiele) geht, stehen sämtliche Gewalttaten selbstverständlich in einem anderen Kontext und rufen auch bei mir eine Abstoßungsreaktion hervor.

Doch wie komme ich nun gerade wieder auf den scheinbar endlosen Schrott mit den Killerspielen?
Sorry, aber ich habe mich eben an eine Konversation erinnert, die ich mit dem Chef der Firma hatte, bei der ich letztes Jahr das Probemonat gemacht habe. Er ist nämlich einer dieser Holzköpfe, die den Anschuldigungen aus billigen, sensationsgeilen Zeitungen und dem Fernsehen Glauben schenken und somit Videospiele für  Amokläufe verantwortlich macht. Also dachte ich, dass ich dazu auch wiedermal was schreiben könnte.

Und ja. Ich mag ein "kleines" Aggressionsproblem haben, doch das betrifft keine Unschuldigen. Mein Hass und meine Abscheu gilt Menschen, die es verdient haben, gehasst und aus tiefstem Herzen verabscheut zu werden: Vergewaltiger, Mörder, Kinderschänder und ihresgleichen.
Selbst bin ich noch nie durch gewaltvolle Handlungen auffällig geworden. Auch mit 31 entspreche ich noch immer einem Muster des Sternzeichens Waage. Und das, obwohl ich mich bereits 25+ Jahre mit gewalthaltigen oder andersartig anstößigen Medien beschäftige.

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